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Auinger, Herbert - HAIDER

Nachrede auf einen bürgerlichen Politiker

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Die Zeitschrift "Stimme von und für Minderheiten" in ihrem Heft 1/2002: "Drei in der Sache erfahrene und auch betroffene Autorinnen und Autoren, Slawisten allesamt, versuchen mit dem vorliegenden Werk, ein Hand- und Lesebuch vorzulegen, das alle bedeutenden Dimensionen der Fragestellung behandelt und die gegenwärtige Situation auf Basis einer materialistischen Geschichtsauffassung zu erklären versucht."

Die Zeitschrift "International" im Heft 1-2/2002: "Gerade angesichts der aktuellen Ereignisse ist dieses Buch äußerst empfehlenswert. Es bietet wichtige Gegeninformationen, die zum Verständnis der Situation in Kärnten aber auch in ganz Österreich unabdingbar sind."

Die Studentenzeitschrift "unique" in ihrer Ausgabe vom 25.4.2002: "Erst am Schluss, im dritten Teil, gibt das Buch einen Einblick in die Geschichte Südkärntens im 20. Jahrhundert, und hier natürlich vor allem in die Geschichte der slowenischen Minderheit."

Im "General-Anzeiger" vom 23.4.2001: "Eine engagierte, über weite Strecken auch provokative Wortmeldung aus Österreich liegt mit dem Haider-Portrait des Wiener Publizisten Herbert Auinger vor."

"Neues Deutschland" am 20.10.2000: "Die Argumentationslinie von Auinger ist aufwändig, aber durch die Herausarbeitung internationaler Zusammenhänge auch im Widerspruch anregend. Haider wird vorgestellt als ein systemimmanenter Politiker, in seinem Populismus ähnlich und austauschbar mit anderen im Big Brother bürgerlicher Politik agierenden Quotenstars."

Der "Falter" in seiner Ausgabe Nr. 42/2000: "... wird man dieser Analyse eines klassenbewussten und polemisch gestimmten Beobachters einiges abgewinnen, vor allem weil sie sich weitgehend auf Haider-Texte stützt."

Die "Junge Welt" am 3.2.2001: "Es ist ein Verdienst dieses Buches, daß es die Haiderei der Anormalität entkleidet und - bei aller Österreich-Spezifik - als normale Erscheinung einer Gesellschaft bloßstellt, die von ihrem Ansatz her antiemanzipatorisch ist und sich nun des letzten Restes eines sozialen Gewissens gewissenlos entledigt".

ISBN 3-85371-164-2, 240 Seiten, br., Euro 17,90; sFr 32,50

Es geht um die österreichische Nation und die Europäische Union, um den Faschismus und seine demokratische Bewältigung, um Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Mit einem Wort: es geht um bürgerliche Normalität in Europa. Anders als in so mancher Haider-Biographie werden Haiders abweichende und ungehörige Positionen nicht beklagt, sondern als Produkt unserer Gesellschaft erklärt. Dies gelingt seinen etablierten Kritikern schon deshalb nicht, weil sie dabei ihr eigenes Weltbild - die patriotische Gesinnung und die dazugehörige Geringschätzung von Ausländern, die Parteiendemokratie und die dazugehörigen Schlammschlachten - in Frage stellen müßten. Nichts wirkt lächerlicher als der Vorwurf, durch die "Verhaiderung" würde die österreichische oder eine andere Republik Schaden nehmen, wo in Wahrheit der Politiker Haider so total ihr Produkt ist.

Haider wird in diesem Buch von weit recht außen in die Mitte der bürgerlichen Gesellschaft gerückt. Nur so ist sein Erfolg im Zeitalter des sich ständig beschleunigenden Kapitalismus erklärbar.

Der Autor: Herbert Auinger, geboren 1954 in Gmunden/Oberösterreich, studierte Raumplanung an der Technischen Universität Wien und Politikwissenschaft am Institut für Höhere Studien/Wien. Seit Jahren beschäftigt er sich mit den unterschiedlichen Interpretationen von Nationalismus und Kapitalismus.

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