Ballauff/ Gartner/ Hofmann/ Nussbaumer (Hg.) - FEMALE SCIENCE FACTION RELOADED
Ausgewählte Erzählungen
Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:
Rolf Löchel in der Plattform "literaturkritik.de" am 30. Juni 2009: "Oft erweisen sich die Autorinnen als ebenso originell wie
humoristisch. Darauf, die Unart, mit vollem Mund zu reden, als „Multitasking“ zu
loben, muss man erst einmal kommen. Angelika Unterholzner hatte diesen lustigen
Einfall. Elisabeth R. Hager weist nicht weniger originell gleich einen ganzen
„Forschungszirkel“ in eine „geschlossene Heilanstalt“ ein. Und Petra Öllinger
erzählt die um noch einiges skurrilere Geschichte eines Freundinnenpaares, das
darüber in Streit gerät, ob industriell hergestellte Körperteile biologisch
erzeugten Produkten vorzuziehen sind."
"DieStandard.at" am 30. Juni 2009: "Das Buch "Female Science Faction Reloaded", das im Promedia Verlag erschienen
ist und von Karin Ballauff, Helga Gartner, Roswitha Hofmann und Doris Nußbaumer
herausgegeben wurde, präsentiert nun Texte darüber, in welcher Weise Frauen in
Arbeitsfeldern und Ausbildungsbereichen wie Informatik, Maschinenbau oder
Elektrotechnik mit den verschiedensten Vorurteilen und Hindernissen noch immer
zu kämpfen haben. Die Herausgeberinnen wollten mit dem Buch dem Verhältnis
„Frauen und Technik" literarisch nachspüren und bestimmte „Phänomene" aufzeigen,
wie es im Vorwort heißt. Ein solches Phänomen war etwa, dass Lise Meitner
irgendwie zur „Mitarbeiterin" Otto Hahns wurde, obwohl sie entscheidenden
Einfluss auf Hahns Erkenntnisse hatte, den Nobelpreis nahm natürlich Hahn
entgegen." (siehe: DieStandard.at)
Monika Jarosch in den "AEP-Informationen" Nr. 3/2009: "Es finden sich in diesem Band unter anderem historische Biographie, Science-Fiction, aber auch Geschichten, die Elemente aus Krimis oder Thrillern mit utopischen Ansätzen verweben, sprachexperimentelle Texte ebenso wie erfrischend homorvolle Erzählungen."
Bente Knoll in der Zeitschrift "Koryphäe" Nr. 45 im Mai 2009: "Ein lesenswertes Buch und ein kurzweiliger, zum Teil auch humorvoller und lockerer Zugang zu Frauen in Naturwissenschaft und Technik."
ISBN 978-3-85371-296-2, br., 208 S., 15,90 Euro, 29.- sFr.
Die 1968 verstorbene österreichische Physikerin Lise Meitner stand Patin für den gleichnamigen, 1994 gegründeten Literaturpreis, der Autorinnen die Möglichkeit bietet, abseits der gängigen Klischees das Verhältnis von Frauen und Technik neu zu denken. Der Lise Meitner-Literaturpreis bietet Raum für besonders hellhörige, spitzfindige, provokante und weitsichtige Perspektiven auf das Thema Geschlecht in Naturwissenschaft und Technik.
Der nun vorliegende Sammelband beinhaltet die 2003, 2005 und 2007 ausgezeichneten Arbeiten sowie weitere zwölf Texte von österreichischen, deutschen und Schweizer Autorinnen (Augustin-Huber Anita, Beisiegel Anja, Brauner Christine, Curtius Mechthild E., Diehl Christina, Hager Elisabeth R., Krüger-Sklenicka Ilse, Mandelartz Lisa, Mitterbacher Doris, Nekolny Carina, Öllinger Petra, Rotenburg Uta, Schachinger Marlen, Unterholzner Angelika, Vasik Monika).
Die Autorinnen bedienten sich der unterschiedlichsten Genres. Es finden sich in diesem Band unter anderem historische Biografien, Science-Fiction, aber auch Geschichten, die Elemente aus Krimis oder Thrillern mit utopischen Ansätzen verweben, sprachexperimentelle Texte ebenso wie erfrischend humorvolle Erzählungen. Die Texte queren stereotype Eindimensionalität und fördern so den kritischen Diskurs über geschlechtsspezifische Zusammenhänge in den Naturwissenschaften und in der Technik.
Die Herausgeberinnen:
Karin Ballauff, geboren 1962, studierte Romanistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Berlin, Rouen und Münster. Deutschlehrerin in Nizza und Paris. Von 1996 bis 2007 Verlegerin und Herausgeberin im Milena Verlag/ Wien. Derzeit als freiberufliche Lektorin tätig.
Helga Gartner, geboren 1972, gründete 1994 mit El Awadalla anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Frauenreferates der HochschülerInnenschaft an der Technischen Universität Wien den Lise Meitner-Literaturpreis. Sie arbeitet derzeit mit einem Doc-team Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an ihrer Dissertation. Im Promedia Verlag ist von ihr als Co-Herausgeberin erschienen: Female Science Faction. Ausgewähltes vom Lise Meitner Literaturpreis (Wien, 2001).
Roswitha Hofmann, geboren 1966, studierte Soziologie und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Bereich Wissenschaftsforschung an der Universität Wien. Sie ist seit 2002 an der Abteilung Gender und Diversitätsmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien beschäftigt. Ihre Arbeitsgebiete sind Wissens- und Kompetenzentwicklung in Organisationen unter Diversitätsperspektive, feministische Theorien sowie Nachhaltigkeitsforschung.
Doris Nußbaumer, geboren 1973 in Gmunden/ Oberösterreich, lebt in Wien als Schriftstellerin und Schreibpädagogin.1997 Lise-Meitner Literaturpreis. Schreibt Lyrik und Prosa, beides auch im Dialekt. Vizepräsidentin der „Österreichische DialektautorInnen“. Sie unterrichtet „Kreatives Schreiben“ nach der Methode der Wiener Schreibpädagogik.


