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Civikov, Germinal - DER MILOSEVIC-PROZESS

Bericht eines Beobachters

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Die "Junge Welt" am 4.12.2006: "Unter den wenigen Medienvertretern, die den Prozeß bis zu seinem bitteren Ende verfolgten, war der gebürtige Bulgare Germinal Civikov, der seine Beobachtungen in dem Buch ‚Der Milosevic-Prozess' zusammenfaßte. Dem für die Deutsche Welle tätigen Journalisten schien Milosevic, wie er schreibt, 'nicht sonderlich sympathisch'. Er hielt ihn für einen ‚autoritären und populistischen Machthaber'. (...) Mit wachsendem Entsetzen erlebte Civikov ‚einen als Strafverfahren getarnten politischen Prozess'."

Jürgen Henkel in der "Südostpress": "Das vorliegende Buch stellt ohne Zweifel eine mutige Analyse dar, die Proteste hervorrufen wird, aber ein wichtiges Korrektiv zur bisher veröffentlichten Meinung bietet. Das Buch ist jedem nur zu empfehlen, der sich mit dem Thema beschäftigt, vor allem aber Journalisten, Juristen und Politikern. Wenn all das so abgelaufen ist, wie Civikov schreibt, dann gelingt es ihm, den Prozeß gegen Milošević als einen Skandal der europäischen Rechtsgeschichte zu entlarven." 

Die "Zeitschrift für Politikwissenschaften" aus Hamburg in ihrer Ausgabe 4/07: "Der Autor war Beobachter im sogenannten Jahrhundert-Prozess gegen den früheren Präsidenten des ehemaligen Jugoslawiens ..."

Das "Publik-Forum" am 17.11.2006: "Der Autor, der sich als Mitarbeiter mehrerer angesehener Medien ausweist, investiert viel Fleiß, um anhand vieler Gerichtstermine in Den Haag und Zeugenaussagen zu belegen, dass Slobodan Milosevic ein von Anfang an Verurteilter was, dass die Anklage von vornherein auf tönernen Füßen Stand, dass es sich faktisch um einen politischen Schauprozess handelte, .... Dass Verlage solche Werke ohne jegliche Distanzierung herausbringen, darf einen ... bedenklich stimmen."

Eckart Spoo in der Zeitschrift "Ossietzky" Nr. 23 vom 18.11. 2006: "Eine aktuelle Neuerscheinung, die noch lange aktuell bleiben wird, ist ‚Der Milosevic-Prozeß' von Germinal Civikov. Der aus Bulgarien stammende Autor (...) saß während des Prozesses oft allein im Zuhörerraum; die Medien der NATO-Länder hatten jedes Interesse verloren, seit sehr bald feststand, daß die Anklage erlogen und mit noch so schäbigen Methoden nicht zu beweisen war. Darum muß man jetzt dieses Buch lesen, wenn man die Wahrheit erfahren will."

Das Internet-Portal "www.schattenblick.de" am 23. Dezember 2007: "Herrschte im publizistischen Geschäft ein aufklärerisches Interesse vor, dann wäre dem Buch von Germinal Civikov ein Platz auf der Bestsellerliste des politischen Sachbuchs sicher. Angesichts des imperialen Charakters der deutschen und EU-europäischen Außenpolitik, ihrer integralen Verankerung in den großen Medien und der breiten Akzeptanz, von der die Entscheidunge der rot-grünen Bundesregierung, am Krieg der NATO gegen Jugoslawien teilzunehmen, getragen wurde, bleibt dem Autor zumindest das Verdienst, den 'Bericht eines Beobachters' mit großer Gewissenhaftigkeit und dem Elan eines für demokratische Werte eintretenden Journalisten verfaßt zu haben."

Die "Wiener Zeitung" am 24.10.2006: "Den Prozessbeobachtungen von Civikov zufolge bleibt nichts mehr von den Menschenrechtsverletzungen des serbischen Demagogen übrig. Der Mann, dem jahrelang eine Blutspur durch den Balkan folgte, wird zum Opfer eines angeblichen politischen Schauprozesses stilisiert."

Die Zeitschrift "Der neue Kurs" im Februar 2007: "Es ist nicht einfach nur ein Prozessbericht und es ist auch keine Verteidigungsschrift für Milosevic. Der bulgarische Autor Civikov versucht objektiv seine Eindrücke der Prozessjahre in Den Haag zu schildern. (...) Civikov bietet uns hier eine sehr gelungene Zusammenfassung des Prozesses gegen Milosevic, fernab aller medialer Einflussnahme durch die Ankläger."

ISBN 3-85371-264-9, br., 216 Seiten, 13,90 Euro, 24,70 sFr.

Am 11. März 2006 wurde Slobodan Milosevic tot in seiner Zelle in Den Haag aufgefunden. Damit fand der so genannte "Prozess des Jahrhunderts" gegen des Präsidenten des dritten und letzten Jugoslawien ein jähes, unerwartetes Ende. Der 1995 vom UNO-Sicherheitsrat ins Leben gerufene Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) hatte am 27. Mai 1999, mitten im Bombenkrieg der NATO gegen Belgrad, Anklage gegen den damaligen jugoslawischen Präsidenten wegen Kriegsverbrechen in der Provinz Kosovo erhoben. Im Oktober und November 2001 erweiterte das Tribunal die Anklageschrift auf Kriegsverbrechen und Vertreibungen in Kroatien 1991-1992 sowie auf Völkermord in Bosnien 1992-1995. Im Februar 2002 wurden die drei Anklagen zu einem Gesamtprozess gebündelt. Nach 300 Zeugen der Anklage lief seit September 2005 die Beweisführung der Verteidigung.

In der Essenz der Anklage warf der Strafgerichtshof Milosevic vor, eine kriminelle Vereinigung (Joint Criminal Enterprise) angeführt zu haben, die auf den Trümmern des zerfallenen Jugoslawien ein Groß-Serbien errichten wollte. Als Mittel zu diesem Zweck hätten Milosevic und seine Vereinigung die Kriege in Kroatien, Bosnien und im Kosovo entfacht, systematische ethnische Säuberungen durchgeführt und verschiedene Kriegsverbrechen verübt, darunter auch einen Völkermord in Bosnien. In seiner Verteidigung klagte Milosevic seinerseits die führenden westlichen Staaten an, politisch und militärisch die separatistischen Kräfte unterstützt und auf diese Weise den blutigen Zerfall Jugoslawiens vorangetrieben zu haben.

Germinal Civikov, während des Prozesses von Beginn an als Journalist anwesend, berichtet in diesem Buch vom Verlauf und Wesen des Verfahrens, wie er es beobachtet hat. Die Beweisführung der Anklage erfuhr ein komplettes Fiasko, das Verfahren erwies sich als politischer Schauprozess, in dem Richter und Ankläger in ihren Rollen oft nicht zu unterscheiden waren, während die so genannte "Wahrheitsfindung" zu einer Farce geriet, deren Drehbuch politischen Vorgaben folgte. Alles in allem war es ein der europäischen Rechtsstaatlichkeit und der strafrechtlichen Kultur wesensfremder Prozess, den schon aus diesem Grund die Öffentlichkeit nie hätte zulassen dürfen.

Der Autor:
Germinal Civikov
ist 1945 in der bulgarischen Donaustadt Russe geboren und lebt sein 1975 in den Niederlanden. Er hat in Sofia und Leiden Germanistik und Slavistik studiert und war bis 2004 Redakteur bei der Südosteuropa-Redaktion der "Deutschen Welle". Seine kritischen Beobachtungen zum Milosevic -Prozess veröffentlicht der Autor seit 2002 in zahlreichen Artikeln für niederländische, deutsche und bulgarische Zeitungen. 2004 war er am dreiteiligen Dokumentarfilm "Der Fall Milosevic" beteiligt, den der Regisseur Jos de Putter für das niederländische Fernsehen gedreht hat und der dort mehrmals zu sehen war.

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