Deren, Maya - DER TANZ DES HIMMELS MIT DER ERDE - vergriffen!
Die Götter des haitianischen Vaudou
Die "Mittelbayrische Zeitung" am 27.3.1994: "Die Beobachterin wird selbst Teil des Geschehens und schämt sich ihrer Ergriffenheit nicht. Deren wurde nie im eigentlichen Sinn 'initiiert'. Doch sie hat den Vaudou gelebt und verstanden wie wenige Außenstehende. In den Momenten eigener Besessenheit, so selten sie waren, hat sie die Macht der Loas in ihrem Körper gespürt."
Die Zeitschrift "Südwind" im Dezember 1992: "'Der Tanz des Himmels mit der Erde' ermöglicht nicht nur Einblick in einzelne Vodou-Bräuche, sondern versucht darüber hinaus, die metaphysischen Grundstrukturen, die diesen rituellen Praktiken zugrunde liegen, aufzuzeigen und läßt den Leser oder die Leserin gleichzeitig die Persönlichkeit Maya Deren spüren."
ISBN 3-900478-50-3, 368 Seiten, 25 Photos, br., VERGRIFFEN
In der haitianischen Vaudoureligion treffen sich die Götter zum kosmischen Tanz der Archetypen. Dieser Tanz erstreckt sich vom Himmel über die Erde bis in die Unterwelt, in deren Abgründen - analog zur menschlichen Psyche - Licht und Schatten nebeneinander existieren. Beides ist Bestandteil des Lebens. Im Vaudou findet kein einseitiger Monolog mit Gott statt, sondern ein beständiger, innerer Dialog, dessen Zweck letztendlich darin liegt, die so oft verloren gegangene Harmonie zwischen den Göttern und den Menschen sowie der Menschen untereinander und des einzelnen mit seiner Seele wiederherzustellen.
Im September 1947 brach die damals 30jährige Filmemacherin Maya Deren nach Haiti auf. Die Künstlerin blieb keine Fremde nahe Port-au-Prince, sondern integrierte sich in die Dorfgemeinschaft der Einheimischen. In "Der Tanz des Himmels mit der Erde" beschreibt sie ihr Erleben der kultischen Handlungen und ihre Erfahrung mit dem Vaudou.
Die Autorin: Maya Deren wurde 1917 in Kiew geboren, emigrierte kurze Zeit später mit ihren Eltern in die USA und wuchs in Syracus/New York auf. Ihr Interesse galt dem Tanz und dem Film. Um religiöse Tänze aufzunehmen, entschloß sie sich im Jahre 1947 zu ihrer ersten Reise nach Haiti. Ihr früher Tod 1961 blieb bis heute ein Rätsel.


