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Edelmayer, Friedrich/Feldbauer, Peter/Wakounig, Marija - GLOBALGESCHICHTE 1450 - 1620 - vergriffen!

Anfänge und Perspektiven

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Die Internet-Schrift "HsozUKult, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de" am 5.6.2004: "Es ist bemerkenswert, dass der Band zur Globalgeschichte den neuen Ansatz eher in einer regionalgeschichtlichen Exemplifizierung als durch theoretische und konzeptionelle Erörterungen darzustellen versucht. Vielleicht ermöglicht aber gerade eine solche Konkretisierung, dass der Band wesentlich zu einer stärkeren Berücksichtigung postnationalgeschichtlicher Perspektiven im schulischen Geschichtsunterricht beiträgt."

Das "Hessische Jahrbuch für Landesgeschichte" Nr. 53/2003: "Hätte man sich vielleicht zu manchem Beitrag etwas mehr Information erhofft, so ist dennoch insgesamt festzustellen, dass dieser Band gerade als Einführung für Studierende, die sich mit der globalen Wirtschaftsgeschichte des 16. Jahrhunderts beschäftigen, bestens geeignet ist. Bleibt zwar eine europäische Sichtweise nach wie vor bestehen, so wird dennoch auch der ‚außereuropäischen' Innovationsfreude und der Reziprozität breiter Raum gewidmet."

"Das Historisch-Politische Buch" in Heft 2/2003 (51. Jahrgang): "Erst in seiner zweiten Hälfte - jenseits des lateinischen Westens nach Osten - entfaltet der Band seine Stärke: 'Zentralasien: Endspiel der großen Nomadenreiche' (Käthe Uray-Köhalmi) 'Vom Moskauer Fürstentum des 15. zum eurasischen Rußland des 17. Jahrhunderts' (Andreas Kappeler) ... 'Das Schießpulverreich der Großmoguln und die europäischen Seemächte' (Dietmar Rothermund) liefern, zumal im Verbund, hinreißend moderne, materialgesättigte Erklärungen ihrer Regionen im Zusammenwachsen unter der Dominanz des europäischen Westens, mit wirklich welthistorischen Horizonten."

Die "Frankfurter Allgemeine" am 22.5.2002: "Dabei sind sich, wie Hausberger zeigt, Historiker, Politologen und Sozialethiker in einem Punkt einig: Soziale Ungerechtigkeit, Instabilität und Ausbeutung hat es schon lange vor der Ankunft der Spanier und Portugiesen am Ende des 15. Jahrhunderts gegeben. Und bei der Eroberung der Neuen Welt haben Indios und Europäer häufig gemeinsame Sache gemacht."

ISBN 3-85371-188-X, br., großes Format, 280 Seiten, VERGRIFFEN
Edition Weltregionen, Band 4

Vor ca. 500 Jahren hat sich der Planet Erde "europäisiert". Ein europäischer Blickwinkel zur Erklärung dieses Phänomens reicht nicht aus, um die wirtschaftlichen und kulturellen Implikationen dieses Prozesses zu begreifen. Deswegen nähern sich die AutorInnen des vorliegenden Bandes der "Einen Welt" globalgeschichtlich. Geworden sind daraus Beiträge zu einer kritischen Universalgeschichte, die sich explizit als Gegenkonzept zum Rückzug der Geschichtsbetrachtung auf Mikroebenen versteht.

Im Unterschied zu Lateinamerika, wo die Kernräume präkolumbianischer Hochkulturen im Zuge der militärischen und spirituellen Conquista unter straffe spanische Kontrolle gerieten, wiesen die großen Agrarbürokratien des Ostens - insbesondere China, das Mogulreich und das Osmanische Reich - kein grundsätzlich niedrigeres Niveau auf als die führenden Reiche und Nationalstaaten West- und Zentraleuropas. Es ist allerdings nicht zu übersehen, dass die nordwesteuropäischen Metropolen in dieser Phase bereits wichtige Teile Amerikas und Osteuropas sowie eine Kette von Stützpunkten an den Küsten Afrikas, im Mittelmeerraum und im Indischen Ozeans kontrollierten, was zweifellos einen erheblichen Vorteil gegenüber China, Indien und dem Osmanischen Reich darstellte.

Die HerausgeberInnen:
Friedrich Edelmayer, Jahrgang 1959, ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Wien und arbeitet zur spanischen und mediterranen Welt.
Peter Feldbauer, seit 1977 Dozent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, veröffentlichte zuletzt im Promedia Verlag "Die islamische Welt 600-1250".
Marija Wakounig ist seit 1997 Professorin für Ost- und Südosteuropäische Geschichte in Wien und arbeitet u.a. zur Geschichte des Alpen-Adria-Raumes und Russlands.

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