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Edelmayer, Friedrich/Grandner, Margarete/Hausberger, Bernd (Hg.) - DIE NEUE WELT

Süd- und Nordamerika in ihrer kolonialen Epoche

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:
Das "Ametas-Jahrbuch" 4/2002: "Es ist mutig, den gesamten Doppelkontinent in einem Band zu behandeln, denn unterschiedlicher als in Nord- und Südamerika kann die Entwicklung kaum verlaufen. (...) Alles in allem bietet der besprochene Band einen hervorragenden Überblick über die gesamte Kolonisierung Amerikas und ihre Auswirkungen auf Europa. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass die Textsammlung ... nur Ansätze zur Diskussion bietet und keine endgültigen Lehrmeinungen vertreten will. Aber die kritische Rezeption dieses Bandes sei allen Historikern, die sich mit Amerika beschäftigen, ans Herz gelegt. Denn hier bieten sich Ansatzpunkte für weitere fruchtbare Diskussionen."
"Das Historisch-Politische Buch" in Heft 3/2003 (51. Jg.): "Das Konzept des Sammelbandes ist klug durchdacht: Einige Aufsätze ... ergänzen sich gegenseitig und regen zum Vergleich an. Die heute so aktuelle Frage, wie sich der Norden und der Süden so unterschiedlich haben entwickeln können, wird zwar nicht in einem besonderen Aufsatz thematisiert; es werden aber wichtige Grundinformationen zu ihrer Beantwortung gegeben. Insgesamt darf von einem überaus gelungenen Werk gesprochen werden ..."
Der "ekz-Informationsdienst" für Bibliotheken: "Nicht Ereignisgeschichte wird geboten, sondern das Aufzeigen größerer Entwicklungszusammenhänge. Wissenschaftlich fundierte Beiträge, die den Stand der Forschung widerspiegeln. Als Einführung in die Geschichte beider Amerikas geeignet."

ISBN 3-85371-177-4, 232 S., großes Format, Landkarten, VERGRIFFEN
Mit Beiträgen von Nikolaus Böttcher, Thomas Fröschl, Renate Piper, Gerhard Pfeisinger u.a.
Edition Weltregionen

Die Geschichte der „Neuen Welt“ ist von der Geschichte des Kolonialismus nicht zu trennen. Beginnend mit der Einschätzung der Lebens- und Arbeitsweise der indigenen Völker Nord- und Südamerikas um das Jahr 1500 spannen die AutorInnen den Bogen über die unterschiedlich verlaufende Kolonisierung des Doppelkontinents bis zur zentralen Rolle der beiden Amerikas für die Entstehung des weltumspannenden Handels im 18. Jahrhundert.

Der Band „Die Neue Welt“ steht in der Tradition historischer „Area Studies“. Die HerausgeberInnen plädieren für einen Orientierungswechsel in der Behandlung außereuropäischer Großräume. Nicht die Ereignisgeschichte bildet den Mittelpunkt der Betrachtung, sondern das Aufzeigen größerer Entwicklungszusammenhänge.

Wohl kaum ein anderer Teil der Welt wurde von dem am Ende des Mittelalters einsetzenden Prozesses der europäischen Expansion so tiefgreifend umgeformt wie die beiden Amerikas. Im Laufe einer drei Jahrhunderte dauernden kolonialen Herrschaft kam es zu einer völligen Umwälzung der politischen, kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und demographischen Verhältnisse. Das Ergebnis dieser Entwicklung war jedoch nicht einheitlich. Während der Norden im 20. Jahrhundert zur Weltmacht aufgestiegen ist, bilden die heutigen lateinamerikanischen Staaten einen von allen Problemen der Unterentwicklung geplagten Teil der „Dritten Welt“. Selbst der alltägliche Gebrauch der geographischen Termini ist von diesem Gegensatz geprägt, indem heute zumindest in Europa gemeinhin nur das Gebiet nördlich des Rio Grande als „Nordamerika“ bezeichnet wird, obwohl dieses geographisch am Isthmus von Panama beginnt.

Amerika kann in seiner Gesamtheit wohl kaum als Weltregion bezeichnet werden. Eine Gemeinsamkeit besteht allenfalls in der Perzeption der sogenannten Neuen Welt durch die alte. Die jenseits des Atlantiks entdeckten Landmassen erhielten ebenso wie die angetroffenen Menschen einen gemeinsamen Namen. „Indianer“ als definierte Gruppe gab es freilich vor der Ankunft der Europäer nicht. Amerika war von einer kulturellen, sprachlichen und religiösen Vielfalt geprägt, welche die des zeitgenössischen Europa weit übertraf; Homogenisierungen fanden großteils erst während des kolonialen Zeitalters statt. In der Reihe „Edition Weltregionen“ sind bisher die Bände „Afrika. Geschichte und Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert“ sowie „Ostasien. Geschichte und Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert“ erschienen.

Die HerausgeberInnnen:
Friedrich Edelmayer, Jahrgang 1959, Historiker, ist Professor am Institut für Geschichte der Universität Wien. Er arbeitet zur spanischen Geschichte.
Margarete Grandner, Jahrgang 1953, studierte Geschichte und Anglistik in Wien. Seit 1983 Assistenz-Professorin am Institut für Geschichte der Universität Wien, Gastprofessuren an den Universitäten von Minnesota und Chigaco.
Bernd Hausberger, Jahrgang 1960, Historiker und Hispanist, ist wissenschaftlicher Assistent am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin.

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