Flicker, Eva - WISSENSCHAFT FÄHRT "TAXI ORANGE" - vergriffen!
Befunde zur österreichischen Reality-TV-Show
Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:
Die Zeitschrift "Sound & Media" vom 4. Oktober 2001: "... die österreichische Soziologin nahm in ihrem Beitrag die beiden 'Taxi-Orange'-Serien zum Anlass, um die geschlechtsspezifische Rollenverteilung im Kutscherhof zu analysieren, wobei die TXO-Bewohner durchaus als Protagonisten einer neuen, emanzipierten Gesellschaft präsentiert werden. (...) Bei der Präsentation im Kutscherhof drängten sich die ehemaligen Kandidaten, genossen ihren verblassenden Ruf und gaben bereitwillig Autogramme in das Sachbuch. Aber irgendwann sollte auch Schluss sein!""
Der "Standard" am 29.9.2001: "Abschließend darf sich Paul Virilio in den Beiträgen der jungen Wissenschafter mit seinen Beschleunigungstheorien einmal mehr selbst überrunden. Wir aber haben es auch eilig. Wir wollen das nicht alles schon wieder und noch einmal lesen müssen. Wir sind ganz einfach froh, dass der Spuk vorüber ist."
Die "Vöcklabrucker Sonntagsrundschau" am 7. Oktober 2001: "Mit Hilfe von Inhaltsanalysen der Sendung, Interviews mit Zusehern oder Analysen von Printmedien präsentieren die Autoren eine inhaltlich breit gefächerte Analyse des Phänomens Taxi Orange."
Die Zeitschrift "Extradienst" am 28.9.2001: "Taxi Orange, die reality-TV-show im Blickfeld der Wissenschaft."
Das Magazin "Klipp" im Oktober 2001: "Die Beiträge dieses Buches stellen das Medienphänomen in seinen sozialen Kontext und erstellen damit Befunde zur aktuellen gesellschaftlichen Lage."
Die Zeitschrift "an.schläge" im November 2001: "Das war die Pilgerfahrt zur Buchpräsentation von 'Wissenschaft fährt Taxi Orange' in den Kutscherhof wert: Peter Heintel und andere hochkarätige WissenschafterInnen um Autogramme der anwesenden TXO-'Stars' anstehen zu sehen! (...) Die Initiative dazu ergriff schließlich die Soziologin Eva Flicker, die beide Staffeln der Rality-Show mit einem privaten und einem wissenchaftlichen Auge scharf beobachtete und die dort präsentierten Gender-Konstruktionen u.a. auch schon für die an.schläge analysiert hat."
ISBN 3-85371-183-9, 240 Seiten, br., Euro 19,90; sFr. 35,90
Edition Forschung
VERGRIFFEN
Kreischende Fans im Kindesalter, Zuschauer von jung bis alt, gedrängte visits auf der web-site und 13 Stars - das sind die Folgeerscheinungen der Reality-TV-Show "Taxi Orange" des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders ORF. Gemeinsam mit Kultur- und SozialwissenschaftlerInnen wirft Eva Flicker einen Blick hinter die Kulissen der virtuellen Reality-Welt. Die Wirklichkeitskonstruktion der Reality-Show scheint alles im Fernsehen bisher Gesendete an Realitätsgehalt zu überbieten. Bedürfnisse nach Authentizität und Echtheit treten in der individualisierten Gesellschaft besonders hervor. Angebote zur Identifikation werden bereitwillig angenommen und verlocken mit Orientierungshilfen in einer immer komplexer werdenden Welt. Die Authentizität der TV-KandidatInnen erzeugt Wirklichkeitsnähe zur bekannten familiären Lebenswelt. Darin werden die FernsehkandidatInnen zu Idolen, wie Stars umjubelt und verehrt. In der "totalen Öffentlichkeit" des "Echtmenschenfernsehens" werden einfache Dichotomien transportiert: Arbeiter versus Intellektuelle, Muskelkraft versus Wissen, Gefühl versus Intellekt, Männlichkeit versus Weiblichkeit. Reality-Shows greifen in Raum und Zeit der gesellschaftlichen Umwelt ein. Mit "Taxi Orange" wird ein Umbruch in der österreichischen Medienlandschaft eingeleitet. Das Fernsehen bedient sich des neuen Mediums Internet. Die gleichzeitige Nutzung mehrerer Medienkanäle ermöglicht eine neue, enge Publikumsbindung. Am Schauplatz Wien sind mit der Sendeleiste "Taxi Orange" Stadtinszenierungen und städtische Erlebniskultur in die Reality-Show integriert. Im vorliegenden Band analysieren, reflektieren und kritisieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen die erste und zweite Staffel des Multimedienereignisses "Taxi Orange". Die Beiträge des Buches stellen das Medienphänomen in seinen sozialen Kontext und erstellen damit auch Befunde zur aktuellen gesellschaftlichen Situation. Auch Themen wie das Recht auf Privatsphäre und Menschenwürde in Reality-Shows werden im Band diskutiert.
Die Herausgeberin:
Eva Flicker, Jahrgang 1963, ist Universitätsassistentin an der
Universität Wien, wo sie als Soziologin arbeitet. Forschungsschwerpunkte:
Film- und Mediensoziologie, Soziologie der Geschlechterverhältnisse, Soziologie
der Sexualität.


