Grandner, Margarete/Gräser, Marcus (Hg.) - NORDAMERIKA
Geschichte und Gesellschaft seit dem 18. Jahrhundert
Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:
Barbara Riedl im "ekz-Informationsdienst" im August 2009: "Das Buch ist übersichtlich gegliedert, mit aussagekräftigen Kapitel- und Zwischenüberschriften. Es bietet unter ausgewählten Aspekten einen Überblick über die historische Entwicklung der USA und Kanadas sowie das konfliktreiche Verhältnis zu Lateinamerika. (...) Für eine breite Leserschicht empfehlen sich C. Metzger und A. Emmerich nachhaltig."
Barbara Riedl im "ekz-Informationsdienst" im August 2009: "Das Buch ist übersichtlich gegliedert, mit aussagekräftigen Kapitel- und Zwischenüberschriften. Es bietet unter ausgewählten Aspekten einen Überblick über die historische Entwicklung der USA und Kanadas sowie das konfliktreiche Verhältnis zu Lateinamerika. (...) Für eine breite Leserschicht empfehlen sich C. Metzger und A. Emmerich nachhaltig."
Edition Weltregionen.
Nordamerika wird in diesem Band als ein tendenziell entgrenzter und intern wie extern hochgradig vernetzter Raum begriffen. Der Halbkontinent ist eine Weltregion, an der exemplarisch gezeigt wird, wie untrennbar Räume sowohl Produkte als auch Agenten der Globalisierung historisch waren und aktuell sind.
Nordamerika war transnational, bevor es ‚national’ wurde. Die beiden Nationalstaaten USA und Kanada haben aufgrund der regionalen (sektionalen) Diversität und der ethnischen Pluralität das Moment des ‚Transnationalen’ nie ganz verloren – was das „nation building“ in beiden Fällen prekär werden ließ. Besonders deutlich ist dies im Bürgerkrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten der USA von 1861 bis 1865 sowie in der verspäteten Souveränität Kanadas im Jahr 1931 zu sehen. Diese Spannung zwischen Transnationalität und der Herausbildung der beiden Nationalstaaten kann als gemeinsames Strukturmerkmal von USA und Kanada gelten. Die wachsende hegemoniale Bedeutung der USA steht historisch in dieser transnationalen Kontinuität. Transnationalität eignet sich auch als leitende Fragestellung zur Globalgeschichte Nordamerikas – zumal sie es auch erlaubt, die allmähliche Diffusion der USA in den spanischen Einflussbereich im Südwesten bis hin zur etablierten Interventionspolitik gegenüber den selbständigen Staaten in Mittelamerika und der Karibik zu berücksichtigen.
Die AutorInnen bieten einen Überblick zur Geschichte der Vereinigten Staaten und Kanadas seit etwa 1600 bis in die Gegenwart. Die einzelnen Beiträge folgen einer narrativen Chronologie, geben aber durchaus auch Gelegenheit zu ‚Längsschnitten’ und sind stets auf globalgeschichtliche Zusammenhänge ausgerichtet.
Die Liste der AutorenInnen versammelt in erster Linie HistorikerInnen und PolitogInnen aus Deutschland und Österreich, ergänzt durch namhafte ExpertInnen aus anderen Universitäten: Sven Beckert (Harvard) ist einer der führenden US-amerikanischen Historiker im Feld der transnationalen Geschichte; Frank Schumacher (Western Ontario) hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Veröffentlichungen zum amerikanischen Imperialismus herausgebracht; und Jürgen Wilzewski (Kaiserslautern) zählt zu den anerkannten Spezialisten in der Analyse amerikanischer Außenpolitik.
Die HerausgeberInnen: Margarete Grandner, Jahrgang 1953, lehrt Neuere Geschichte an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Wohlfahrtsstaates, Geschichte der Menschenrechte. Im Promedia Verlag ist von ihr (gemeinsam mit Andrea Komlosy) zuletzt erschienen: Grandner/Komlosy (Hg.), Vom Weltgeist beseelt. Globalgeschichte 1700 – 1815.
Marcus Gräser, Jahrgang 1964, ist Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Frankfurt am Main. Forschungsschwerpunkte: Nordamerikanische, deutsche und österreichische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert.


