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Hausberger, Bernd/Pfeisinger, Gerhard - DIE KARIBIK. GESCHICHTE UND GESELLSCHAFT 1492 - 2000 - vergriffen!

Geschichte und Gesellschaft 1492 - 2000

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Jochen Kemner im Jahrbuch für außereuropäische Geschichte „Periplus“ 2007: „Der Band 11 zur Geschichte und Gesellschaft der Karibik von ihrer ‚Entdeckung‘ durch Kolumbus bis zur Jetztzeit beinhaltet 12 Beiträge jüngerer deutscher und österreichischer Forscher, die einen fundierten Einblick liefern in die wechselvolle Entwicklung eines von zahlreichen Mythen und Imaginationen gekennzeichneten Raumes. (...) Bei der Auswahl der Themenbeiträge ist es den Herausgebern insgesamt gelungen, die Vielfalt der Region mit ihren zentralen Phänomenen und Entwicklungen zu berücksichtigen.“

Die Zeitschrift „Iberoamericana“ Nr. VII, 26 (2007): „German readers will be glad to see that their country is not concerned by all the horrific deeds in connection with slavery and piracy.“

Die Zeitschrift "Geschichte in Wissenschaft und Unterricht", Jahrgang 59,. Heft 12 im Dezember 2008: "Auf für dieses Buch gilt, dass die einzelnen Beiträge die behandelten Themen eher anreißen denn abschließend durchdringen, es sich also um einführende Texte handelt."

Axel Schulze-Thulin in der Zeitschrift "Tribus", Band 57/2008: "Wie wenig die beiden Herausgeber, wie ihre Einleitung erkennen lässt, über Kolumbus und die Autochthonen der Karibik wissen, zeigt, dass sie den Seefahrer in die 'besondere Form der Ausbeutung' des Kolonialismus (12) einbeziehen, wo doch bekannt sein müsste, dass der Genuese hier nicht im Geringsten (...) genannt werden kann ..."

 

Die Zeitschrift "Arranca" Nr. 34/2006: "Werner Zips analysiert auf hervorragende Weise die Repatriationsforderung der Nachkommen ehemaliger SklavInnen und Ingrid Kummels gibt einen Überblick über die globale und lokale Bedeutung der karibischen Musik. Unbedingt eine Empfehlung, auch für den Urlaub."

Mario Koch im "Magazin für Amerikanistik" Nr. 1/2006: "Es gelingt den Autoren überzeugend, die globale Rolle der Karibik zu verdeutlichen. Soziale und politische Entwicklungen innerhalb der Karibik haben oft auch große Auswirkungen auf die gesamte Welt gehabt."

Torsten Eßer in der Zeitschrift "Matices" Heft 48/ Winter 05-06: "Hausberger entzaubert die Legenden um die Piraten ohne ihre Taten im einzelnen zu schmälern. Er arbeitet den Entstehungsrahmen der Piraterie heraus, die ja weniger einer Privatinitiative entsprang, sondern dem Konflikt der Kolonialmacht Spanien mit weiteren aufstrebenden Mächten."

Die Zeitschrift "Amerindian Research" 01/2006: "Insgesamt gelingt es den Autoren, die globale Rolle der Karibik zu verdeutlichen. Soziale und politische Entwicklungen innerhalb der Karibik haben oft auch große Auswirkungen auf die gesamte Welt gehabt."

www.fh-kehl.de am 28.10.2005: "Hier ein Buch, das Wissen weit, weit über jedes Reiseführer-Wissen hinaus anbietet. (...) ‚Die Karibik' ist ein ‚interdisziplinärer Sammelband' mit geschichtlichem Schwerpunkt, aber beachtlichen wirtschaftlichen, ethnologischen sowie kultur- und sozialanthropologischen Anteilen - und erstaunlich viel Musikwissenschaft."

Die Zeitschrift "Südwind" im September 2005: Alle Beiträge sind von Fachleuten aus dem akademischen Bereich verfasst, sind jedoch auch LeserInnen mit allgemeinem Interesse an der Region zumutbar. Sie vermitteln einen breiten Überblick über dieses Mosaikgebilde Karibik, aber auch über die größeren sozialen wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge."

Stefan Jost in "Das Parlament" vom 22./29.Augsut 2005: "Zum fundierten Einstieg und einer durch eine gute weiterführende Bibliographie mögliche Weiterbeschäftigung mit der Karibik ist dieses Buch sehr zu empfehlen."

Werner Hörtner in "Lateinamerika anders" Nr. 4/2005: "In dem zuletzt erschienen Karibik-Reader zeigt sich wieder die wissenschaftliche Sorgfalt, mit der diese Edition betreut wird. (...) Und für Studierende ist das Buch mit den ausführlichen Quellenangaben und Literaturhinweisen bei jedem Kapital eine wichtige Hilfe für weiterführendes Arbeiten."

Der "ekz-Informationsdienst" Nr. ID 26/05: "Die Autoren versuchen die Komplexität der aus großen und kleinen Inseln bestehenden karibischen Region zu analysieren (...) Neben Frauke Gewerckes handbuchartiger, nicht mehr ganz aktueller Einführung mit dem Schwerpunkt auf der literarischen Entwicklung der einzelnen Länder und Michael Zeuskes Geschichte der Sklaverei in der Karibik einsetzbar."

Edith-Ulla Gasser in der Hörfunksendung "Kontext - Sachbücher und Themen" des ORF am 24.6.2006: "Wenn Sie die üblichen bunt bebilderten Reiseführer zu Hause lassen, und stattdessen wirklich etwas über die karibische Region in historischer und kultureller Hinsicht erfahren wollen, dann greifen Sie zu diesem Buch."

ISBN 3-85371-236-3, br., großes Format, 224 S., Euro 24,90, sFr. 42,30
Edition Weltregionen

VERGRIFFEN
Mit Beiträgen u.a. von Nikolaus Böttcher, Manfred Kremser, Ingrid Kummels und Werner Zips.

Die Karibik ist Synonym für ein tropisches Inselparadies, eine Welt aus weißen Stränden, Palmen und türkisblauem Meer, Heimat von heißen Rhythmen und Menschen aller Hautfarben. Sie ist aber auch Raum dunklerer Ekstasen, des Voudou, geköpfter Hähne und halluzinogener Pilze, der Rastafari und des Sextourismus, sozialer Ungleichheit und bitterer Armut. So beginnt sich selbst das stereotype Bild europäischer Fernreisender im Detail zu verwirren und in gegensätzliche Einzelteile aufzulösen. Die Karibik präsentiert sich als scheinbares Durcheinander großer und kleiner Inseln mit angrenzenden Küstenräumen, auf denen Spanisch, Französisch, Englisch, Holländisch und eine Reihe kreolischer Sprachen gesprochen wird.

Wie wenige andere Regionen der Welt beschreibt sich die Karibik aus ihrer inneren Heterogenität und nicht über ihre Gemeinsamkeiten. Will man bestimmen, was den Raum über diese Mannigfaltigkeit hinaus als Einheit zusammenhält, dann wird man unweigerlich auf die Zeit und die Folgen der europäischen Expansion verwiesen. Wie wahrscheinlich keine andere Weltregion ist die Karibik eine Schöpfung des Kolonialismus. Zwischen den Inseln und Küsten der Karibik bestanden bis zur Ankunft der Europäer am Ende des 15. Jahrhunderts kaum engere Verbindungen. Danach wurde die Karibik zum Schauplatz erbitterter Kämpfe europäischer Mächte. Spanien, Frankreich, England und die Niederlande, ja selbst Schweden, Dänemark und Brandenburg übernahmen die Herrschaft über einzelne Inseln.

Die Wurzeln der Karibik im Kolonialismus und in der Sklaverei haben die weitere Geschichte des Raums geprägt. Wirtschaftlich unterentwickelt und von tiefen sozialen Unterschieden zerrissen, blieben Armut, Rassismus, Unterdrückung, autoritäre Herrschaftsstrukturen, aber auch Revolutionen und imperialistische Interventionen kennzeichnend für die Entwicklung.

Die Karibik bleibt eine Imagination von Einheit, ausgebreitet über eine pulsierende politische, soziale und kulturelle Heterogenität. Der vorliegende Band versucht nicht, diesen Widerspruch aufzulösen, sondern durch eine Reihe von Einzeluntersuchungen in seiner Komplexität sichtbar zu machen.

Die Herausgeber:
Bernd Hausberger ist wissenschaftlicher Assistent für das Fach Geschichte am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin. Längere Forschungsaufenthalte in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern und Mitgliedschaft in mehreren wissenschaftlichen Vereinigungen.
Gerhard Pfeisinger, geboren 1954 in Graz, Studium der Geschichte und Germanistik in Salzburg, ist seit 1986 Lehrbeauftragter für außereuropäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte an den Universitäten Linz und Wien, Mitherausgeber des bei Promedia erschienenen Buches "Welt-Reisende" (Wien 1996). Seit 1990 im Wissenschaftsministerium tätig, Habilitation zum Thema "Arbeitsdisziplinierung und frühe Industrialisierung".

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