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Keller, Ulrike (Hg.) - REISENDE IN SCHOTTLAND seit 325 v. Chr.

Ein kulturhistorisches Lesebuch

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Der Internet-Plattform "www.schottland.de" am 9. Dezember 2009: "Ein Land und dessen Historie mittels literarischer Werke zu erschließen, das ist das gelungene Konzept der Reihe Das andere Reisebuch aus dem Wiener ProMedia Verlag. Ulrike Keller, Geografin und Herausgeberin des vorliegenden Bandes, beginnt in ihrer sorgfältigen Auswahl mit einem Text des griechischen Geschichtsschreibers Strabon, der von der Reise des Pytheas um die britischen Inseln erzählt, dessen Berichte von den Menschen damals jedoch nicht geglaubt wurden, weil sie jenseits ihres Wissenshorizontes lagen. Es folgen viele weitere illustre Namen, denen man teilweise nicht unbedingt eine Beziehung zu Schottland zutrauen würde, wie beispielsweise Tacitus oder Papst Pius II. (...) Durch die unterschiedlichen Schaffensperioden, die einen Zeitraum von beinahe 2.500 Jahren umspannen, ergibt sich ein differenziertes Bild der Geschichte Schottlands, seiner Sehenswürdigkeiten und Landschaften aus sehr unterschiedlichen Betrachtungspositionen."
Schottland
ISBN 978-3-85371-279-5, br., 232 S., 17,90 Euro, 32.- sFr.

39 Originalberichte aus mehr als zwei Jahrtausenden hat die Geografin Ulrike Keller als einen farbigen Streifzug durch die Landschaften und die Geschichte Schottlands zusammengestellt; und bietet den Lesenden damit spannende „Reisen auf dem Kanapee“.

Die älteste Quelle spricht von einer Landschaft ohne Sonnenschein und Getränken aus Getreide und Honig. Die Wikinger fahren von Skandinavien über das Meer, siedeln in Schottland und kämpfen gegen die Ureinwohner und gegeneinander.

Nach Beginn der englischen Herrschaft ziehen Straßen- und Kanalbauer in das Hochland – ein Ingenieur erklärt die Schwierigkeiten, aus Saumpfaden militärtaugliche Verkehrswege zu machen. Der berühmteste aller Schottlandreisenden, Samuel Johnson, philosophiert über den Zusammenhang von frischer Luft in den Häusern und frischen Gedanken in den Köpfen, ein Seemann berichtet über die Kargheit der Orkneys und das mühselige Geschäft des Tangbrennens.

Die wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen des frühen 19. Jahrhunderts zeigen sich in Texten von den Vertreibungen der Kleinpächter, die mit Gewalt von Haus und Hof verjagt wurden, von den Arbeitsbedingungen in den Kohlengruben, über die Methoden des Schwarzbrennens und über die berühmte Fabrikanlage und Arbeitersiedlung von New Lanark. Ein Bewunderer der Industrie berichtet vom Besuch eines Stahlwerks, dessen Feuer die Nacht zum Tage machen, und ein Zeitungsbericht meldet das größte technische Desaster vor dem Untergang der Titanic: Den Einsturz der Brücke über den Tay in einer stürmischen Nacht im Dezember 1879.

Texte aus dem 20. Jahrhundert beschreiben die Selbstzerstörung der internierten deutschen Flotte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und die Ausgrabung einer steinzeitlichen Siedlung auf den Orkneys. Das Buch endet mit dem milde ironischen Text eines schottischen Berichterstatters über den Besuch der englischen Königin im neu gegründeten und neu gebauten Parlament in Edinburgh.

Die Autoren dieses Bandes sind u. a.:
Pytheas (um 325 v. Chr.), Cornelius Tacitus (um 80 n. Chr), Papst Pius II. (1435), John Major (1521), Edwart Burt (um 1737), James Boswell (1746), James Macdonald (1804), Johanna Schopenhauer (1804), Robert Bald (1812), Karl Friedrich Schinkel (1826), Theodor Fontane (1858), Charles Weld (1859), Friedrich Ruge (1919), Henry V. Morton (um 1930), Alfred Alvarez (1983), Eddie Barnes (2004).

Die Herausgeberin: Ulrike Keller, Jahrgang 1948, studierte Literaturwissenschaften, Geographie und Volkswirtschaft in Göttingen und München.

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