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Keller, Ulrike (Hg.) - REISENDE IN ÄGYPTEN (2200 v.Chr. - 2000 n.Chr.)

Ein kulturhistorisches Lesebuch

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:
Die "Niederösterreichischen Nachrichten" in der Ausgabe 17/2001: "34 Originalberichte aus fünf Jahrtausenden finden sich hier und bilden ein kulturgeschichtliches Panorama des Landes. Interessant und lesenswert!"
Die Zeitschrift "Korso" im Dezember 2001: "Der Zauber als Heimstatt einer der allerältesten Hochkulturen dieses Planeten ist ungebrochen."

ISBN 978-3-85371-169-9, br., 232 Seiten, Euro 17,90, sFr. 31,50

Erschienen im April 2001

34 Originalberichte aus fünf Jahrtausenden hat die Geographin Ulrike Keller zusammengetragen, zum Teil aus dem Englischen, Lateinischen oder Französischen erstmals in Deutsche übersetzt, und daraus ein kulturgeschichtliches Panorama Ägyptens vom Alten Reich bis in das 20. Jahrhundert erstellt.

Mit dem Bericht des ägyptischen Prinzen Herchuf, der seinem Pharao vor 4200 Jahren einen Zwerg aus Nubien an den Hof nach Memphis bringen sollte, beginnt das Buch. Antike Quellen berichten über Alexander den Großen, Kleopatra und Mark Anton. Es folgen Erzählungen von christlichen Pilgern und Kreuzrittern sowie osmanischen Reiseschriftstellern. Ein arabischer Autor berichtet von den Festmählern des Kalifen zum Ende des Ramadan. Ein deutscher Besucher bleibt mit seinem dicken Hinterteil in der Cheops-Pyramide stecken und muß sich auf dem Rückweg auch noch ausrauben lassen. Es folgen Beobachtungen eines Handelsreisenden, der den Aufbruch einer Karawane nach Mekka erlebt sowie die Erlebnisse eines französischen Abbé im türkischen Bade. Napoleon berichtet als "Großer Sultan" über die Öffnung der Bewässerungskanäle, ein deutscher Arzt erzählt von seinen Lebensumständen in einer kleinen Stadt am Roten Meer und Forscher von der Entdeckung eines antiken Bibelmanuskripts im Katharinenkloster am Sinai.

Der preußische Kronprinz und spätere Kaiser Friedrich III. läßt uns an seiner Wahrnehmung der Einweihung des Suezkanals und den damit verbundenen protokollarischen Fauxpas teilnehmen, ein Ingenieur an den Problemen, die sich aus dem Zusammenprall von Dampfmaschinen mit dem ägyptischen Verwaltungsapparat ergeben.

Auch die Archäologie ist mit lebendigen und gar nicht wissenschaftlich-trockenen Texten vertreten: Giovanni Belzoni erschaudert während einer schlaflosen Nacht zwischen Mumienteilen, Amelia Edwards gießt Kaffee in großen Mengen über einen Ramseskopf in Abu Simbel. Die Öffnung der Sargkammer, in der Tut-ench-Amun dreitausend Jahre ungestört geblieben war, beschreibt Howard Carter.

Das Soldatendasein an der Front bei El Alamein, die Baustelle des Großen Dammes von Assuan und Erinnerungen von Jehan Sadat über das Leben in dem Dorf im Nildelta, aus dem ihr Mann stammte, schließen als Bilder aus dem 20. Jahrhundert den Band ab.

Die Herausgeberin: Ulrike Keller, geboren 1948 in Oldenburg, studierte Geographie und Volkswirtschaft in Göttingen und München. Nach zweijährigem Aufenthalt als Stadtplanerin in Nepal lehrte sie an der Universität Stuttgart. Seit 1982 arbeitet sie in einem weltweit tätigen Architekturbüro und bereist regelmäßig die Länder Asiens und Afrikas.

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