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Keller, Ulrike (Hg.) - REISENDE IN CHINA (seit 630)

Ein kulturhistorisches Lesebuch

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Die Internetplattform "http://www.feng-shui-blog.eu" am 20.6.2008: "Für jeden, der China nicht nur aus den Nachrichten oder der letzten Touristenreise kennen möchte, ist dieses Buch eine erbauliche Lektüre. Viel Lehrreiches ist in spannenden Geschichten untergebracht."

Die Internetplattform "http://ebensolch.at" am 30.10.2006: "‚Reisende in China' ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, das mit seinen 28 Berichten fast einen Monat lang die Reiselust des ‚armchair travellers' zu stillen vermag."

Die "Hamburger China-Nachrichten" Nr. 3/2006: "Das vorliegende Buch stellt ein gelungenes und abwechslungsreiches Kaleidoskop Chinas dar. Es umfasst annähernd vierzehn Jahrhunderte, und die Heterogenität der Reisenden ermöglicht einen sehr weit gefassten Einblick in Geschichte, Kultur, Wirtschaft und weitere Aspekte dieses großartigen Landes. Es ist überhaupt nicht zu vergleichen mit herkömmlichen Führern, Ratgebern und dergleichen mehr - trotzdem kann es einem an subjektiven Schilderungen interessierten Leser (und potentiellen Reisenden) eine willkommene Ergänzung sein.

Die "Süddeutsche Zeitung" am 3.8.2006: "Ulrike Keller konzentriert sich auf das 19. und das frühe 20. Jahrhundert, auf eine Zeit, in der die Geographie und die Gesellschaft Chinas von Ausländern erst entdeckt wurde. (...) Die meisten Eindrücke sind geprägt von großer Neugier und dem Willen etwas zu begreifen von diesem Land - zum eigenen Nutzen, denn altruistisch waren die Motive der wenigsten Reisenden."

Die Grazer Zeitschrift "Korso" im Mai 2006: "Das Interesse an China steigt, Reisen nach China ist in. Als Reisevorbereitung empfiehlt sich weniger das Studium des Kantonesischen (wegen Aussichtslosigkeit) als die Lektüre des einschlägigen kulturhistorischen Lesebuches des Promedia Verlages ‚Reisende in China'".

ISBN 978-3-85371-251-1, br., 232 Seiten, 17,90 Euro, 29,90 sFr.

Die Geografin Ulrike Keller hat 27 Originalberichte zusammengestellt, die einen farbigen Streifzug durch Landschaften und Geschichte des chinesischen Reiches bilden und zum Reisen auf dem Kanapee einladen.

Den Anfang der Berichte, die in diesem Band versammelt sind, macht der wohl berühmteste chinesische Mönch Xuanzang, der um 630 auf dem Weg nach Indien die Schrecken der Wüste kennen lernt. Seine Erlebnisse waren die Vorlage für den klassischen chinesischen Roman "Die Reise nach dem Westen". Von einem weiteren Mönch, einem Japaner aus der Zeit um 850, stammt der älteste erhaltene Reisebericht eines Ausländers. Er erzählt von der alten Hauptstadt Xi'an, die später für ihre Terrakottaarmee bekannt geworden ist.

Marco Polo, der von sich behauptet, er habe fast zwanzig Jahre in China gelebt, berichtet über das mongolische Beijing des 13. Jahrhunderts - ob er tatsächlich dort gewesen ist oder seine Kenntnisse von den Händlern der Seidenstraße aufgeschnappt hat, sei dahin gestellt - die Wissenschaftler sind sich einig, dass seine Beschreibung die damaligen Verhältnisse korrekt wiedergibt. Eberhard Isbrand Ides begleitete die erste russische Expedition 1693 und ihren Zug durch die Nordprovinzen.

Das 19. Jahrhundert, in dem das chinesische Reich zerfiel und die westlichen Großmächte sich seiner Teile bemächtigten, wird in mehreren Texten beschrieben: vom deutschen Missionar Gützlaff, der das Elend der emigrierenden Kulis miterlebt; von General Gordon während des Taiping-Aufstandes und einer Österreicherin, die die Belagerung durch die Boxer im Gesandtschaftsviertel in Beijing beobachtet. Freundlichere Seiten sehen Evariste Huc, der von der chinesischen und mongolischen Gastfreundschaft jenseits der Großen Mauer beeindruckt ist und Ferdinand von Richthofen, der die Hauptstadt der Porzellanherstellung besucht. Sven Hedin gibt Einblick in seine berühmte Expedition zum Lop Nor, dem wandernden See. Über den Tee, wie man ihn anbaut, verarbeitet und nach Europa verschifft, erzählen ein britischer Botaniker und ein Seemann.

Unwiederbringliche Beobachtungen finden sich im Text zu einer Fahrt durch die berühmten Schluchten des Changjiang (Yangtse), bevor an den neuen Staudamm überhaupt gedacht wurde, der malerische Ortschaften und grandiose Tempelanlagen verschwinden ließ. Über die Umwälzungen des frühen 20 Jahrhunderts, die schließlich zur Ausrufung der Volksrepublik führten, erzählen Pearl S. Buck, Edgar Snow - einer der wenigen Ausländer, dem Mao Zedong Einblick in die Kommunistische Partei gewährte - und ein jüdischer Emigrant aus Deutschland, der das wilde Shanghai der 1930er Jahre beschreibt. Die idealtypische Dorfkommune Datschai besucht Klaus Mehnert im Jahr 1971. Der Band endet mit Gedanken des scheidenden britischen Gouverneurs Chris Patten nach der Übergabe Hongkongs an die Chinesen 1997.

Die Herausgeberin:
Ulrike Kelle
r, Jahrgang 1948, studierte Literaturwissenschaften, Geographie und Volkswirtschaft in Göttingen und München. Nach zweijährigem Aufenthalt als Stadtplanerin in Nepal lehrte sie an der Universität Stuttgart. Das vorliegende kulturhistorische Lesebuch ist bereits das achte, das Ulrike Keller im Promedia Verlag herausgibt.

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