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Keller, Ulrike (Hg.) - REISENDE IN MEXIKO (seit 1519)

Ein kulturhistorisches Lesebuch

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am 12. Februar 2006: "'Reisende in Mexiko seit 1519' ist eine wunderbare Anthologie mit Texten von Bernhard Diaz de Castillo bis John Reed. Besonders schön ist Egon Kischs Geschichte über den Ausbruch des Vulkans Paricutin."

Die Wiener "Bücherschau" Nr. 162/ 2004: "Eine sehr gute Verlagsidee: Das Bild eines Landes aus historischen und gegenwärtigen Berichten einer Vielzahl von Autoren erstehen lassen. Vor mir liegt ein Band über Mexiko. Der älteste Beitrag stammt aus dem Jahr 1519 und wurde von einem der Abenteurer verfasst, die mir Hernán Cortés aufgebrochen waren, um sich an dem legendären Gold der Neuen Welt zu bereichern. (...) Der einzige Wermutstropfen: Dieses typographisch originell gestaltete Buch schreit geradezu nach zeitgenössischen Illustrationen. Aber die hätten es halt leider auch entsprechend teurer gemacht. Ein Buch, vor während oder nach (oder anstatt) einer Mexiko-Reise zu lesen."

Die "Süddeutsche Zeitung" am 2.12.2003: Eine Trouvaille ist ein Text aus dem Jahr 1943, geschrieben von Egon Erwin Kisch, der vor den Nazis nach Mexiko geflohen war. Er beschreibt darin die Geburt eines neuen Vulkans westlich von Mexiko-Stadt. Ein unverhoffter Lesegenuss nach mitunter doch recht zäher Lektüre."

ISBN 3-85371-206-1, br., 232 Seiten, 17,90 Euro, 30,80 sFr.

Die Geographin Ulrike Keller hat 29 Originalberichte aus fünf Jahrhunderten zusammengestellt. Geworden ist daraus ein kulturgeschichtlicher und gesellschaftspolitischer Streifzug durch die Geschichte und die Landschaften Mexikos. "Reisende in Mexiko" kann als Lektüre auf dem Kanapee oder als Reisebegleiter gelesen werden. Es ist ein Buch zum Schmökern für Touristen und Daheimgebliebene, ein Buch für kulturhistorisch Interessierte mit einem Hauch von Abenteuer.
Die ersten Konquistadoren beschreiben das noch unzerstörte Land, aztekische und spanische Chronisten geben ihren Eindruck von der Ankunft der Spanier und das Leben der Maya in glücklicheren Zeiten wieder. Missionare erzählen von ihren Methoden der Verbreitung des christlichen Glaubens und den Gefahren der Schokoladensucht. Diplomaten, Forschungsreisende, Händler, Siedler und Abenteurer erleben die Schwierigkeiten und Schönheiten des Landes.
Die Texte berichten u.a. von Kaiser Maximilian, den Nationalhelden Benito Juarez und Pancho Villa, den Arbeitsbedingungen der Arbeiter in den Bergwerken und auf den Tabakplantagen. Archäologen schildern ihre Eindrücke beim ersten Besuch dicht überwucherter Ruinen, beim Tauchen in einem heiligen Brunnen und bei der Entdeckung des berühmtesten mexikanischen Grabschatzes.
Der Band endet mit einer aktuellen Reportage von der Grenze Mexikos, die die Demütigungen der so genannten illegalen Einwanderer beschreibt, die in den Vereinigten Staaten ein besseres Leben suchen.
Die Geschichten führen nach Mexiko City und Veracruz, Acapulco, San Cristobal de las Casas, Queretaro und San Louis Potosi, Chihuahua, Tijuana, Tepic, Oaxaca, Tehuantepec und in die Minen von Guanajuato, eine Missionsstation in Baja California, auf eine große Hacienda im Norden des Landes, in die Tabakplantagen des Valle Nacional, zur Geburtsstätte des Vulkans Paricutin, durch den Dschungel und auf den Popocatepetl sowie zu den Tempelanlagen von Palenque, Chichen Itza und Monte Alban.

Die Autoren diese Bandes sind u.a.:
Bernal Diaz del Castillo, ein anonymer aztekischer Chronist und Hernan Cortes (1519-20), Diego de Landa (um 1566), John Hawkins (1568), Thomas Gage (um 1630), Pater Joseph Och (um 1760), Alexander von Humboldt (1803), Zebylon Montgomery Pike (1807), Basil Hall (1822), Frances Calderon de la Barca (1839), Carl Heller (1845), Julius Fröbel (1852), Johann W. von Müller (1856), Agnes zu Salm-Salm (1867), Friedrich Ratzel (um 1875), Ernst von Hesse-Wartegg (1888), Cäcilie Seler-Sachs (1895), Edward H.Thompson (1904), John Reed (1914), Alfonso Caso (1932), Egon Erwin Kisch (1943), Sebastian Rotello (1992).

Die Herausgeberin: Ulrike Keller, geboren 1948 in Oldenburg, studierte Geographie und Volkswirtschaft in Göttingen und München. Nach zweijährigem Aufenthalt als Stadtplanerin in Nepal lehrte sie an der Universität Stuttgart. Seit 1982 bereist sie regelmäßig die Länder Asiens und Afrikas.

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