Keller, Ulrike (Hg.) – REISENDE IN INDIEN (seit 326 v.Chr.)
Ein kulturhistorisches Lesebuch
Sandra Diekhoff in der "Süddeutschen Zeitung" am 10. Januar 2008: "Ulrike Keller trifft eine Auswahl an Texten, die sich ergänzen, aufgrund sehr unterschiedlicher Autoren: Ausländer, Einheimische, Nobelpreisträger und Mogul. Eine historische Fundgrube, zumal Keller jeden Text in einem Vorwort in seinen Zusammenhang stellt."
„Die Zeit“ am 14. Juni 2007: „Tradition und Erneuerung, Glanz und Elend – die Textsammlung zollt einer komplizierten Geschichte Tribut.“
ISBN 978-3-85371-267-2, br., 232 Seiten, 17,90 Euro, 31,40 sFr.
Ulrike Keller hat 29 Originalberichte als einen farbigen Streifzug durch die Landschaften und die Geschichte Indiens zusammengestellt.
Die älteste Quelle berichtet davon, wie Alexander der Große, kaum hat er das heutige Indien betreten, von seinen Soldaten zur Umkehr gezwungen wird. Um die erste Jahrtausendwende erzählt ein Wissenschaftler, der zum Gefolge moslemischer Eroberer gehört, aus der usbekischen Steppe von fremden Sitten, die er als das genaue Gegenteil seiner eigenen Gewohnheiten erlebt.
Mit Vasco da Gamas Ankunft in Calicut erscheint eine neue, westliche Macht auf dem Subkontinent. Der Chronist erzählt vom Empfang bei Hofe und den Intrigen, die zur beschleunigten Abreise der ersten portugiesischen Flotte führen. Großmogul Babur berichtet in seinen Memoiren vom Überfluss an Gold, Silber und Arbeitskräften in seinem Reich und wie er davon reichlich Gebrauch macht. Mit Bestürzung und Abscheu erlebt ein französischer Schriftsteller das Nebeneinander von Hungerelend und städtischer Prachtentfaltung.
Im 20. Jahrhundert erzählt ein Diplomat von den politischen Unruhen in Kaschmir, und ein Inder begleitet voller Hochachtung und Respekt über Jahre Mutter Teresa und ihre Arbeit in Calcutta. Die Texte führen nach Delhi, Kolkata (Calcutta), Mumbai (Bombay) und Chennai (Madras), nach Amritsar, Jaipur und Varanasi (Benares), nach Khozikode (Calicut), Goa und Tarangambadi (Tranquebar) sowie in die Provinz Gujarat, auf den Deccan, nach Darjeeling und Assam und in die moderne Industriestadt Raurkela (Rourkela).
Die AutorInnen: Arrian (326 v. Chr.), Faxian oder Fa-Hsien (405 n. Chr.), Al Biruni (1030), Abdul Razzak (1443), João de Barros (1498), Großmogul Babur (1528), Ali Ibn Hussein (1554), Jan Huyghens van Linschoten und Ralph Fitch (1585), Jean Baptiste Tavernier (1665), Bartholomäus Ziegenbalg (1706), Christoph Adam Carl von Imhoff (1769), Reginald Heber (1824), Elizabeth Grant (1828), Alexander Burnes (1831), Robert Alfred Mackenzie (1857), Oscar Flex (1864), Alexander von Hübner (1884), Lady Hariot Dufferin (1884), Rabindranath Tagore und Richard Garbe (1885), Pierre Loti (1903), Frieda Das (1925), Webb Miller (1930), Shahid Hamid (1947), Herbert Tichy (1951), Carl Weiß (1959), Günter Diehl (1971), Navin Chawla (1993).
Die Herausgeberin: Ulrike Keller, Jahrgang 1948, studierte Literaturwissenschaften, Geographie und Volkswirtschaft in Göttingen und München. Das vorliegende kulturhistorische Lesebuch ist bereits das neunte, das Ulrike Keller im Promedia Verlag herausgibt.


