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Körner, Irmela (Hg.) - FRAUENREISEN NACH ITALIEN

Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts beschreiben das Land ihrer Sehnsucht

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Der "WDR" am 9.8.2006: "Nach einleitenden Worten der Herausgeberin zu den einzelnen Künstlerinnen vermitteln diese Texte ein leidenschaftliches, lebenshungriges und lustvolles Bild von ganz besonderen Reisegesellschaften."

Jutta Duhm-Heitmann im Sender "NDR-Kultur" am 8. Mai 2006: ""Heute jetten wir mal kurz für ein paar Tage um die halbe Welt - früher war das Reisen ein einziges Abenteuer. Und das erst recht, wenn es in fremde Länder ging und ‚man' eine Frau war. Irmela Körner hat Reiseerinnerungen von deutschen Schriftstellerinnen aus dem 19. Jahrhundert zusammengetragen, die sich dem ‚Abenteuer Süden' gestellt haben. (...) Heute klingt vieles exotisch und ist eine amüsante Lektüre, auch für ihre modernen Schwestern, die mal kurz zum Wochenendtrip nach Venedig oder Rom düsen und dabei, leider, leider!, nur eine SMS schicken."

Der "Weser-Kurier" am 2.3.2006: "Ihre ganze Liebe gilt Italien, wo sie auch einige Jahre lebte. In ihrem Buch stellt sie Briefe, Tagebuchaufzeichnungen, Reiseberichte und Auszüge aus Romanen von Frauen, die an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert fremde Länder bereisten, zusammen."

Der "www.literatur-report.de" im Mai 2006: Die Reiseschilderungen geben aber auch Auskunft darüber, wie sich die Schriftstellerinnen reisend gegen das Frauenbild ihrer Zeit und die damit verbundenen Beschränkungen zur Wehr setzten. Die Texte der reisenden Frauen werden von der Herausgeberin jeweils durch ein Porträt der Autorinnen eingeleitet. So ist ein Italienreisebuch der besonderen Art entstanden - Lesebuch und Dokument in einem.

Die "Tennengauer Nachrichten" am 9. Februar 2006: "Im kürzlich erschienenen Band ‚Frauenreisen nach Italien', den Irmela Körner herausgegeben hat, beschreiben Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts das Land ihrer Sehnsucht."

www.caleidoskop.de im Winter 2005: "Der Ansatz des Buches von Irmela Körner ist ziemlich einzigartig, denn sie fasst Texte von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts zu einem Spiegel der Sehnsüchte zusammen und liefert damit ein Werk, das nicht nur für Frauen interessant ist."

Der "Börsenkurier" am 3.11.2005: "Ein Italienreisebuch der besonderen Art, bei ‚Promedia' herausgekommen, habe ich bei einem Rundgang auf der Buchmesse entdeckt. Recht wenig bekannte Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts schreiben über ihr Italienerlebnis."

ISBN 3-85371-239-8, geb., 320 Seiten, 24.- Euro, 43.- sFr.
Mit Texten von Dorothea Schlegel, Adele Schopenhauer, Ida von Hahn-Hahn, Fanny Lewald und Malvida Meysenbug
Edition Frauenfahrten

"Nicht einen Zaun, nicht einen elenden Graben kannst du ohne Hülfe eines Mannes überschreiten...." warnt Heinrich von Kleist seine Schwester Ulrike, die, getrieben von Neugier, ihren Horizont erweitern und reisen will. Ihr Wunsch und der vieler Frauen an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, fremde Länder und Kulturen zu bereisen, ist mit dem gängigen Frauenbild der damaligen Gesellschaft jedoch nur schwer in Einklang zu bringen. Was Kleists Schwester versagt blieb, erlebte ihre Zeitgenossin, die Schriftstellerin Dorothea Schlegel. Sie eröffnet den Reigen der Italienreisenden, deren Leben und Werk in diesem Buch vorgestellt werden.

Das, was männliche Dichter von Winckelmann über Goethe, Herder und Humboldt bis Mann und Rilke an Europas Süden faszinierte, war auch für Frauen Anreiz ihrer Reisen auf den Apennin. Allen Widerständen zum Trotz machen sie sich auf ins Abenteuer, übertreten Grenzen und fahren in den Süden: nach Italien. Oft genug erwächst daraus ein neues Lebensgefühl.

Frauen reisen anderes als Männer, sie reisen nicht als Eroberinnen, sind selten Entdeckerinnen, Kauffrauen, Missionarinnen oder Diplomatinnen und stehen keinen groß angelegten Expeditionen vor. Doch ungeachtet offizieller Aufträge reisen Frauen und schreiben darüber. Sie teilen sich in Briefen und Tagebüchern, in Reiseberichten oder in Romanen und Erzählungen mit. Einige schreiben für den rein privaten Zweck, andere sind längst anerkannte Autorinnen, wie etwa Fanny Lewald, die 1864 nach Italien aufbricht und darüber ein viel gelesenes "Italienisches Tagebuch" veröffentlicht. Italien ist dabei für sie "die Sehnsucht des Lebens, das Ziel, nach dem jeder Nordländer strebt". Sie selbst will sich dort, "für lange, traurige, herzenseinsame Jahre entschädigen."

So unterschiedlich, wie die schriftlichen Zeugnisse über die Entdeckungstouren der Frauen sind, so aufschlussreich sind sie bis heute in ihrem Blick auf das bereiste Land, auf seine Kultur, seine Menschen, seine Vegetation und seine Kultur. Die Reiseschilderungen geben aber auch Auskunft darüber, wie sich die Frauen reisend gegen das Frauenbild ihrer Zeit und die damit verbundenen Einschränkungen wehrten.

Die Texte der schreibenden Frauen werden von der Herausgeberin jeweils durch ein Porträt der Autorin eingeleitet. So ist ein Italienreisebuch der besonderen Art entstanden, Lesebuch und Dokument in einem.

Die Herausgeberin:
Irmela Körner
, Jahrgang 1951, ist freiberufliche Journalistin. Sie studierte Geschichte und Politikwissenschaft und arbeitet seit vielen Jahren als Journalistin für Zeitungen und Hörfunk. Neben einem Interesse für Lebensgeschichten und Biografien sind es immer wieder andere Länder, die sie faszinieren. Ihre besondere Leidenschaft gilt Italien, wo sie einige Jahre gelebt hat. Zuletzt ist von ihr in Buchform erschienen: "Witwen. Biografien und Lebensentwürfe" (1997).

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