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Birge Krondorfer/Hilde Grammel (Hg.) - FRAUEN-FRAGEN

100 Jahre Bewegung, Reflexion, Vision

Über dieses Buch schrieben u.a.:

Kristina Weber in der Zeitschrift "AEP-Informationen" Nr. 1/2013: "... ein faszinierendes Konglomerat, das zum Durchblättern (eye-catcher Fotomaterial), zum Querlesen (grauunterlegt Dokumente der Plattform 20000frauen) und schließlich zum Vertiefen und Weiterlesen einlädt."

 

Beate Hausbichler auf "www.diestandard.at" am 13. Februar 2013: "'Frauen-Fragen. 100 Jahre Bewegung, Reflexion, Vision' geht über eine Dokumentation der Neuformierung und Konzentration feministischen Engagements, das sich in dieser Zeit in Unmengen von Aktionen niederschlug, weit hinaus. Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen und Aktivistinnen verschiedenster Generationen schätzen in diesem Buch den feministischen Status quo in Österreich ein, kommentieren und liefern Aus- und Rückblicke. (...) Die Herausgeberinnen Hilde Grammel und Birge Krondorfer erinnern in ihrer Einleitung daran, wofür vor hundert Jahren gekämpft wurde: Frauenwahlrecht, Frieden, Acht-Stunden-Tag, Senkung der Lebensmittelpreise, Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und gleicher Lohn für gleiche Arbeit. So lauteten einige der Forderungen. Manche davon warten - mehr als hundert Jahre später - noch immer auf ihre Umsetzung. Das wird auch an den aktuellen Forderungen deutlich, die auf der Website der Plattform im Vorfeld der Jubiläumsdemonstration gesammelt wurden und die im Buch abgedruckt sind.

http://diestandard.at/1360161383539/Protokoll-einer-Bewegung

 

Marlen Schachinger in "Buchkultur" Nr. 146 (Febraur-März 2013):"29 Autorinnen erzählen in 'Frauen-Fragen' auf höchst interessante, informative und spannende Weise, kontrovers, nachdenklich, einander widersprechend oder ergänzend. Das Buch liest sich wie ein Who ist Who der Frauenbewegung (...)."

 

Lea Susemichel in der Zeitschrift "Anschläge" im März 2013: "Da die Auswahl der Aufsätze und Autorinnen bis auf wenige Ausnahmen jedoch nur ein sehr kleines Segment feministischer Positionen widerspigelt und es einen recht engen Fokus auf differenzfeministische und queer-kritische Perspektiven gibt, werden diese (...) Entwicklungen jedoch bedauerlicherweise höchst ausschnitthaft gezeigt."


Heidi Presch im "Weiberdiwan" Winter 2012/2013: "Die Texte der 29 Autorinnen sind so vielschichtig wie die Frauenbewegung, sie umfassen Geschichtliches ebenso wie "widersprüchliche Perspektiven", Öffentlichkeiten und "schwierige Konstellationen". (...) Geschichtlich höchst interessant, die Frauenbewegungen und die akademischen Feminismen reflektierend, geben die Aufsätze umfangreiche Ein- und Überblicke über feministische Aktivitäten vor allem der letzten Jahrzehnte, vor allem in Wien. Bei einigen Autorinnen schwingt Biografisches mit. Damit - und durch den Bezug zu Aktionen - werden auch theorielastige Beiträge sehr lebendig und gut lesbar. Besonders spannend wird es, wenn Feminismen intergenerationell reflektiert und neue öffentliche Interventionen wie Strickismus erklärt werden. (..) Enthalten sind auch die Forderungen der Plattform zum Aktionsjahr 2011, Berichte über originelle Aktionen mund eine gemeinsame Reflexion."

 

Judith Götz in der Zeitschrift "Lambda", Nr. 1/2013: "Als 'seltenes' aber auch 'seltsames' Buch bezeichnen die beiden Herausgeberinnen selbst ihren Band. Tatsächlich lassen sich sehr viele unterschiedliche Textsorten, die von Redebeiträgen der Demonstrantinnen über politische Streitschriften bis hin zu literarischen Beiträgen reichen, darin finden."

 

Das feministische Blatt "Wir Frauen" in der Ausgabe 4/2012: "Es macht großen Spaß, in diesem Buch zu schmökern und sich die Dokumente und die Fotos anzuschauen. Und: Es geht um die Frauen in Österreich, frau erfährt sehr vieles über die Nachbarinnnen."

 

Bärbel Danneberg in der "Volksstimme" im Jänner 2013: "'Erinnern ist eine politische Stärke', heißt es in einem der 36 Beiträge, die reflexiv Frauengeschichte(n) beleuchten. Der Anlass, dieses Buch zu machen, entsprang genau diesem Wunsch, Erinnerung als politische Stärke zu erfassen und weiterzugeben an die frauenpolitische Zukunft."

 

Bettina Zehetner auf der Seite "www.frauenberatenfrauen.at" am 15. November 2012: "Zwischen Historischem zum Frauentag und Visionen für die Zukunft spannen die Autorinnen ihren Bogen: Feministische politische Praxen von Frauendemos, Aktionen und Interventionen über Öffentlichkeitsarbeit - Feminismus im Netz: http://zwanzigtausendfrauen.at/ - bis hin zu den Ladyfesten. (...) Sehr fein auch das Guerilla-Strickerinnen-Cover. Der Band bietet in seiner beeindruckenden Vielstimmigkeit Anregungen zur Auseinandersetzung zwischen den unterschiedlichen feministischen Szenen und zu (selbst)reflexiver Theoriebildung. Hier wird deutlich: Feministische Analysen schärfen den Blick auf die Welt." http://www.frauenberatenfrauen.at/rezensionen/krondorfer.html

 


Frauenfrage Feminismus Krondorfer Grammel Plattform 20.000 Frauen

ISBN 978-3-85371-351-8, br., farbig bebildert, 384 Seiten, 19,90 Euro
Herausgegeben von der "Plattform 20000frauen"

Am 19. März 1911 gingen 20.000 Frauen (und Männer) zum ersten Mal für Frauenrechte auf die Wiener Ringstraße. Der 100. Jahrestag dieses Ereignisses wurde von einer Initiative aus dem Umfeld der selbstorganisierten Frauenbewegung zum Anlass genommen, um in einem breit angelegten Bündnis eine landesweite Großdemonstration im März 2011 zu organisieren. Die Publikation nimmt diese Ereignisse zum Anlass, um über die historische, gesellschaftspolitische, soziale und symbolische Bedeutung von Frauenbewegungen und Feminismen in Praxis und Theorie nachzudenken.

Gegenwärtig bilden Frauenbewegung, Gleichstellungsexpertisen und Gendertheorien sehr widersprüchliche Angebote und Zielvorstellungen für die Frauenpolitik. Die aktuellen Familien- und Quotenpolitiken und das Gender-Mainstreaming laufen aus feministischer Perspektive Gefahr, der neoliberalistischen Agenda von Individualisierung und Entpolitisierung in die Hände zu spielen.

Gegenüber diesen Tendenzen setzt das Autorinnenteam einen Kontrapunkt. In Form von Dokumentationen ihrer Tätigkeit, von Aktionen im öffentlichen Raum, von politischen Interventionen und Debatten, von Kooperationen mit verschiedenen realpolitischen Bühnen und Medien, von Anregungen zur Auseinandersetzung zwischen den unterschiedlichen feministischen Szenen - und in Form einer (selbst)reflexiven Theoriebildung.

Im Kapitel "Historische Hintergründe" werden die Geschichte der ersten und zweiten Frauenbewegung skizziert sowie eine Bestandsaufnahme der (autonomen) Frauendemonstrationen in Österreich vorgenommen.

Mit Beiträgen von Autorinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz: Christina Thürmer-Rohr, Tove Soiland, Kornelia Hauser, Brigitte Rauschenbach, Irmtraud Voglmayr, Petra Unger, Ulrike Weish, Ursula Kubes-Hofmann, Heidemarie Ambrosch, Luzenir Caixeta, Monika Jarosch und Gisela Notz.

Die Herausgeberinnen
Birge Krondorfer,
Jahrgang 1956, ist politische Philosophin; Lehrtätigkeit an verschiedenen in- und ausländischen Universitäten und in der Erwachsenenbildung. Im Promedia Verlag sind bisher von ihr erschienen: "Frauen und Ökonomie. Oder: Geld essen Kritik auf" (2000) und "Frauen und Politik. Nachrichten aus Demokratien" (2008). Sie ist Mitinitiatorin der "Plattform 20000frauen" in Wien.
Hilde Grammel,
Jahrgang 1958, ist Anglistin und Historikerin. Aktivistin in zahlreichen feministischen und antirassistischen Kontexten, journalistische Beiträge für die Zeitschrift "Volksstimme"; Übersetzerin und Lektorin für "transform! europe"; Initiatorin der "Plattform 20000frauen" in Wien.

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