Krondorfer, Birge/Mostböck, Carina (Hg.) - FRAUEN UND ÖKONOMIE
oder: Geld essen Kritik auf
Die Zeitschrift "Anschläge" im Mai 2001: "Für abwechslungsreiche Kost gegen die Langeweile ich gesorgt. Frauen treten zurück, betrachten aus der Distanz, proben Standpunkte und Perspektiven - nicht zuletzt um aus den so gewonnenen Einsichten vergessene Utopien und verlorene Handlungsfähigkeit zu gewinnen."
Der "Standard" am 18./19.11.2000: "Statt Kinder, Küche, Kirche heißt es heute Kinder, Kapital und Karriere. Um so notwendiger ist es, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag dazu."
Der "Weiberdiwan" im Herbst 2000: "Denkvitamine für neue Veränderungsenergie!"
Die Frauenzeitschrift "AUF" im Dezember 2000: "Der Versuch, in der Diskussion die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen und Professionen zu überschreiten, macht diese Textsammlung für wissenschaftliches und politisches Weiterdenken höchst ertragreich. Gerade in der gegenwärtigen Situation, in der selbst die Möglichkeiten feministisch-politischen Handelns mehr als in Frage stehen, sind Reflexionen wie die vorliegende notwendiger denn je
ISBN 3-85371-158-8, 224 Seiten, broschur, Euro 17,90; sFr 32,50
Edition Forschung
Mit Beiträgen u.a. von Gudrun Biffl, Andrea Günter, Frigga Haug, Birge
Krondorfer, Mascha Madörin, Gabi Michalitsch, Carina Mostböck, Gerda Neyer,
Gisela Notz, Irmgard Schultz, Lisbeth Trallori, Irmi Voglmayr
Schon Hannah Arendt konstatierte die Vorherrschaft der ökonomisch-gesellschaftlichen Sphäre über die politisch-handelnde. Diese Analyse ist noch immer zutreffend, um nicht zu sagen top-aktuell. Nicht nur schreiben die Politik im allgemeinen und frauenpolitisches Handeln im Besonderen eine Verlustgeschichte des Handlungsfreiraums; Frauen haben im Wirtschaftssystem mehr denn je nichts zu suchen, sondern zu verlieren. Nach wie vor abhängig von der phantasierten Erhaltungsinstanz "Ehemann", einem Bild, das schon lange nicht mehr die Wirklichkeit der arbeitenden Frauen repräsentiert, sind sie doppelt in der Gesellschaft gefangen, die von ihnen alles erwartet, aber im Gegenzug nichts vergütet. Statt "Kinder, Küche, Kirche" heißt es heute "Kinder, Kapital, Karriere".
Mit den Schwerpunkten "Neoliberalismus", "Geld", "Arbeit/Arbeitslos" und "Zeit" wird in diesem Band aus weiblichen und feministischen, theoretischen und praktischen Perspektiven der Versuch unternommen, solch gegenwärtig öffentlich relevante Themen unter dem Blickwechsel der Geschlechterverhältnisse zu analysieren und zu reflektieren, um damit vielleicht die verlorene Utopie- und Handlungsfähigkeit von und für Frauen wieder zu finden.
Die Herausgeberinnen:
Birge Krondorfer, geboren 1956, Studium der Theologie (Frankfurt),
Philosophie/Gruppendynamik (Klagenfurt) und Politologie (Wien). Lehrbeauftragte
an universitären Instituten im In- und Ausland, Gastprofessur an der Hochschule
für Gestaltung in Linz. Herausgabe und Veröffentlichungen zur Problematik
der Geschlechterdifferenz aus feministisch-philosophischer Perspektive.
Erwachsenenbildnerin, Gruppentrainerin, Supervisorin. (Mit-) Organisatorin
diverser Frauentagungen, Gründerin und Obfrau des politischen Bildungsprojektes
"Frauenhetz" in Wien.
Carina Mostböck ist Mitarbeiterin von "Frauenhetz" in Wien.

