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Mückler, Hermann - FIDSCHI

Das Ende eines Südseeparadieses

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Dominik Schieder im "Jahrbuch für Europäische Überseegeschichte" Nr. 7/2007: "Das Buch bietet dem Interessierten, abgesehen von den wenigen angeführten Kritikpunkten, einen guten Überblick über die Probleme eines multi-ethnischen Pazifik-Staates. (...) Daß einige der aufgeworfenen Fragen hinsichtlich der Staatsstreiche nicht geklärt werden konnten, soll hier nicht als Kritikpunkt verstanden werden, denn das besprochene Werk war eines der ersten, das gleich im Anschluß an die Coup d?Etats erschienen ist."

Die "Zeitschrift für Ethnologie" Nr. 127/2002: "Mückler liefert eine brauchbare Einführung in die Geschichte der Inselgruppe. Eine Schwäche ist die an manchen Stellen übergroße Detailtreue, mit der Mückler z.B. Wahlergebnisse oder Parteienformationen nachzeichnet und einzelnen Geschehnissen in chronologischer Darstellungsweise folgt."

Die "Zeitschrift für Politikwissenschaften" in ihrer Ausgabe 1/02: "Mückler (...) beschreibt die historische Entwicklung auf Fidschi und lässt so den gegenwärtigen Konflikt verstehen, der nur scheinbar ethnischer Natur ist. Vielmehr sind die Gründe u.a. 'in den Rivalitäten zwischen den einzelnen Häuptlingen sowie im Machtkampf alteingesessener Häuptlingsfamilien zu sehen, die um den Zugang zur Macht kämpfen bzw. am Machterhalt interessiert sind.'"

Die "Wiener Zeitung" am 10./11.8.2001: " Plötzlich prägte Gewalt die Berichterstattung über dieses vermeintliche Paradies. Trotz der kurzzeitig aufgeflammten Medienaufmerksamkeit blieben die Hintergründe der Krise und der weitere Verlauf nach dem Ende der Geiselnahme der Regierung im Juli 2000 den meisten Interessierten hierzulande verborgen. Nun ist im Wiener Promedia-Verlag ein Buch erschienen, das diese Lücke schließt: ?Fidschi. Das Ende eines Südseeparadieses' von Hermann Mückler ..."

Die "Österreichische Militärische Zeitschrift" Nr. 5/2001: "Da der Autor in einem gut verständlichen Stil schreibt und bewusst auf einen umfangreichen Fußnotenapparat verzichtet, bietet das Buch auch dem mit der Situation auf Fidschi wenig vertrauten Leser eine gute Einführung über die gegenwärtigen Probleme und ihre Hintergründe."

Die Zeitschrift "Anthropos" Nr. 97/2002/1: "Das populärwissenschaftlich angelegte, durchgängig leicht lesbare Buch ist jedem Fidschi-Interessierten nur zu empfehlen."

ISBN 3-85371-171-5, 240 Seiten, br., Landkarte, Auswahlbibliographie, Euro 17,90; sFr 32,50

Erschienen im Mai 2001

Die Ereignisse in Fidschi zur Jahresmitte 2000, als Putschistenführer George Speight die Regierung als Geisel nahm und bürgerkriegsartige Zustände ausbrachen, haben den Inselstaat in den Blickpunkt des Weltinteresses gerückt. Im deutschen Sprachraum gibt so gut wie keine Literatur, die Fidschi aus einer anderen als einer touristischen Perspektive (Reiseführer) beleuchtet. Dieses Buch soll Abhilfe schaffen.

Der Autor stellt in chronologischer Abfolge die historischen Entwicklungen auf Fidschi von der voreuropäischen Epoche über die Kolonialzeit bis in die Gegenwart dar. Die politische Situation wird transparent gemacht und ein Ausblick auf die Zukunft des Landes gegeben.

Ausgehend von der Entdeckungsgeschichte wird ein Rückblick auf die voreuropäische Zeit gegeben, die bis zur Besiedlung der Inseln zurückreicht. Rivalitäten, Kriege mit den Nachbarn und Kannibalismus, für den Fidschi berühmt war, sowie fehlgeschlagene Einigungsbestrebungen prägten die Zeit bis zur kolonialen Einflußnahme. Die Europäer veränderten schnell die Rahmenbedingungen: Missionare, Siedler und Plantagenarbeiter, aber auch eingeschleppte Krankheiten führten zur Verschiebung der demographischen Situation. Die konfliktgeladenen Beziehungen der Europäer mit den Einheimischen steigerten sich dramatisch, als ab 1879 Inder als Kontraktarbeiter ins Land gebracht wurden. Seit dieser Zeit gibt es einen permanenten Konflikt zwischen indisch-stämmigen und indigenen Fidschianern.

Der Autor: Hermann Mückler, Jahrgang 1964, zählt zu den profundesten Kennern Ozeaniens im deutschen Sprachraum. Jährliche Forschungsaufenthalte in Fidschi, Vanuatu und Neukaledonien sowie wiederholte Aufenthalte an Universitäten in Australien, Neuseeland und Hawaii haben ihn in die Lage versetzt, die aktuellen gesellschaftlichen Spannungen in der Region historisch sowie sozio-ökonomisch erklären zu können. Seit 1994 ist Hermann Mückler Assistent am Institut für Ethnologie an der Universität Wien.

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