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Mückler/Ortmayr/Werber (Hg.) - OZEANIEN

18. bis 20. Jahrhundert. Geschichte und Gesellschaft

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Norbert Reck in der internationalen Zeitschrift für Theologie "concilium" im Dezember 2010: "Dass Mückler seinem Buch einen lexikalischen Teil mit über 800 Kurzbiographien der wichtigsten ozeanischen Missionare beigegeben hat, könnte sich in dieser Hinsicht als ein Schatz erweisen, aus dem noch zahlreiche theologische Perlen zu heben sind."

 

Lothar Käser in der Zeitschrift "Anthrophos" 2010: "Insgesamt weist der Band trotz seiner Textfülle nur eine geringe Zahl an Fehlern auf, und auch nur gelegentlich finden sich inhaltliche Unschärfen: mana mit “Respekt” wiederzugeben erscheint mir für Ozeanien nicht möglich, und statt “Schamanen” müsste es “Medien” heißen, denn die charakteristischen Basiselemente von Schamanismus gibt es in Ozeanien nicht. Eine Schwierigkeit könnte für
die Literatursuche per Computer durch falsch geschriebene Inselnamen entstehen (Pelelin statt Peleliu, Tokelan
statt Tokelau). Sehr zu bedauern, aber bei den Zwängen zur Begrenzung des Umfangs einer solchen Publikation
auch einzusehen, ist, dass kein Schlagwortregister aufgenommen wurde. Insgesamt ist der Band als wichtiger Beitrag zur deutschsprachigen Ozeanistik sehr zu begrüßen und zu empfehlen.

 

Der "ekz-Informationsdienst" im Mai 2009: "In diesem sorgfältig edierten, mit zahlreichen Karten und Literaturhinweisen versehenen Sammelband stellen renommierte deutsche und österreichische Wissenschaftler/-innen die soziale und kulturellen Vielfalt der 3 Großregionen Melanesien, Mikornesien und Polynesien vor."

 

Igor Eberhard im "Rundbrief. Forum für Mitglieder und Freund des Pazifik-Netzwerkes e.V." Nr. 86 im November 2011: Wenn auch einzelne Artikel stellenweise in Fachsprachen und Statistiken abtauchen, das Buch richtet sich an ein breites, nicht nur wissenschaftliches Publikum. Dem wird es zu einem großen Teil gereicht. Die Lust am Mehr bleibt."

Ozeanien

ISBN 978-3-85371-282-5, gr. Format, br., historische Landkarten, 304 S., 24,90 Euro, 44.- sFr.
Edition Weltregionen

Ozeanien mit den drei Großregionen Melanesien, Mikronesien und Polynesien ist spätestens seit der Klimadebatte in den Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit gerückt. Das Verschwinden ganzer Inselstaaten droht, nachdem ein weltweiter Anstieg des Meersspiegels immer wahrscheinlicher wird. Dies verursacht bereits jetzt in den insularen Gesellschaften soziale und politische Verwerfungen.
 
Die pazifische Inselwelt ist durch Extreme gekennzeichnet: viel Wasser, wenig Land. Große Entfernungen zwischen den Inselgruppen sowie zu potentiellen Märkten erschweren die Wettbewerbsfähigkeit der Kleinstaaten. Land als knappe Ressource ist mitverantwortlich für die begrenzte demographische Tragfähigkeit der Inseln, deren Entwicklungschancen strengen Limitierungen unterworfen sind.

Ozeanien ist durch eine außerordentliche kulturelle Vielfalt geprägt. Allein Papua-Neuguinea gilt mit seinen rund 700 Sprachen und ethnischen Gruppen als weltweit herausragend. Die durch relative Abgeschiedenheit sowohl im Bergland Neuguineas als auch auf den Atollinseln entstandenen lokalen Kulturtraditionen sind für Ethnologen, Historiker, Religionswissenschafter und Soziologen gleichermaßen von Bedeutung.

Die Autoren versuchen, die spezielle historische Entwicklung, eine späte, aber intensive Kolonisierung durch europäische Mächte sowie die Phase der schrittweisen Entkolonisierung und die Entwicklung der unabhängigen Staaten seither anhand der Skizzierung innerer und äußerer Einflüsse und der Darstellung spezifischer Fallbeispiele zu dokumentieren. Ausgehend von der Besiedlung der Großregion werden die soziale und politische Organisation sowie die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Länder beschrieben. Kulturelle Besonderheiten einzelner Gruppen werden herausgegriffen und erklärt. Dinge wie z.B. „tapu“ und „tattoo“, die Eingang in unseren Sprachschatz gefunden haben, zeugen von der Singularität mancher Bräuche, Rituale und handwerklicher Praktiken, die im europäischen Denken auch zu klischeehaften Vorstellungen über die „Südsee“ führten.

Mittels eines multiperspektivischen Zugangs werden Ursachen gegenwärtiger Probleme, die fragile politische Situation nach Umsturzversuchen in manchen melanesischen Staaten sowie die Perspektiven der Kleinstaaten im regionalen Verbund untersucht.

Die Herausgeber: Hermann Mückler, Jahrgang 1964, ist Professor für Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien und Präsident der Österreichisch-Südpazifischen Gesellschaft (OSPG). Im Promedia Verlag ist von ihm erschienen: Fidschi. Das Ende eines Südseeparadieses (2001).
Norbert Ortmayr, Jahrgang 1959, ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Salzburg.
Harald Werber, Jahrgang 1972, arbeitet als Mittelschullehrer für Geschichte und Geographie in Salzburg.

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