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Neissl / Eckstein / Arzt / Anker (Hg.) - MÄNNERKRIEG UND FRAUENFRIEDEN

Geschlechterdimensionen in kriegerischen Konflikten

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

"Die Zeitschrift "femina politica" im 13. Jahrgang/ Heft 2/ 2004: "Der vorliegende Band leistet einen vielschichtigen und interessanten Beitrag zur Einschreibung der Kategorie Geschlecht in die Friedens- und Konfliktforschung im deutschsprachigen Raum und bestätigt die Relevanz des Themas."

Die "Zeitschrift für Politikwissenschaften"/Hamburg Nr. 2/2004: "Die Herausgeberinnen kritisieren den ‚androzentrischen Charakter der bisherigen Friedensforschung' und fordern einen Forschungsansatz, der ‚die Kategorie Geschlecht und die Lebenszusammenhänge von Frauen miteinbezieht.'"

Die Friedenszeitschrift "Friz" Nr. 1/2004: "So entpuppt sich das an den Anfang gestellte Klischee als bestens gewählter Ausgangspunkt, um - ohne das konkrete Leid von Frauen in Kriegssituationen zu verharmlosen - zu zeigen, wie viele Aspekte dem Thema Geschlechterrollen in Kriegszeiten abzugewinnen sind."

Die Zeitschrift "AEP Informationen" in ihrer Ausgabe Nr. 1/2004: "Es ergibt sich eine spannende und vielschichtige Zusammenschau, in der auch feministische Ansätze von Friedenspolitik und -forschung aufgezeigt werden."

Die "Graswurzelrevolution" Nr. 287/ 2004: "Die - durchaus positive - Vielsichtigkeit dieses Bandes macht aber auch klar, dass es hier einen Nachholbedarf gibt: Während für die sozialen Wissenschaften längst klar ist, dass Männerkrieg und Frauenfrieden, Frauenkrieg und Männerfrieden in Staatlichkeit, Patriarchat und Kapitalismus austauschbar sind oder einander bedingen, hält die Bewegung - oftmals wider besseres Wissen - immer noch am Mythos der friedfertigen Frau fest."

Die Zeitschrift "Progress" in ihrer Ausgabe 8/2003: "'Männerkrieg und Frauenfrieden' ist ein spannendes Plädoyer für ein Überdenken gefestigter und 'geschlechtsblinder' Kategorien und für die Zusammenführung von Friedens- und Frauenforschung."

Die Rezensionszeitschrift "Weiberdiwan" im Winter 2003: "Eine informative und politisch sehr aktuelle Aufsatzsammlung, die nicht zuletzt auch durch die interdisziplinäre Zugangsweise eine besondere Qualität erhält."

Die Zeitschrift "Ruberta" Nr. 8/November 2003: "Ein Buch, das zeigt, dass (weitere) 20 Jahre feministischer Theorie und Praxis bezüglich der Schärfe der Analysen deutliche Spuren hinterlassen haben."

"Progress" Nr. 12/03: "'Männerkrieg und Frauenfrieden' ist ein spannendes Plädoyer für ein Überdenken gefestigter und ‚geschlechtsblinder' Kategorien und für die Zusammenführung von Friedens- und Frauenforschung."

Die "Neue Zürcher Zeitung" am 20.12.2003: "Wer pauschal von Männerkrieg und Frauenfrieden spricht - der Titel des anzuzeigenden Aufsatzbandes tut dies -, will provozieren."

ISBN 3-85271-207-X, 208 Seiten, 17,90 Euro; 30,80 sFr.
Edition Forschung
Erscheint im Oktober 2003

Der Titel dieses Buches greift ein stereotypes und gleichzeitig brüchiges Bild auf: das des kriegerischen Mannes und der friedliebenden Frau. Im Fokus der Analysen stehen dabei die Auswirkungen von Kriegen auf Frauen und Kinder (die "Opfer") und die Gewaltbereitschaft der Männer (als "Täter") sowie die daraus folgenden Konsequenzen. Aus dem Blickfeld gerät dabei die Frage nach gesellschaftlichen Grundstrukturen, zu denen auch das Vorhandensein von Militärs und damit das prinzipielle Einverständnis aller, somit auch der Frauen, mit dem kriegerischen Handlungsinstrument zählt.
Der Blick auf die kriegerischen Konflikte des ausgehenden 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts macht deutlich, dass Geschlechterkonstruktionen gerade vor dem Hintergrund religiös-weltanschaulicher, gesellschaftlicher und politischer Konventionen eine Folie nicht nur kriegerischer Rhetorik, sondern auch direkter Eingriffe bilden. Dies zeigte sich in den letzten Jahren nur allzu oft: von den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien bis zur Nahost-Krise und den kriegerischen Interventionen der USA in Afghanistan oder dem Irak.
Die Beiträge des Bandes zielen zunächst auf die Zuschreibungen von Weiblichkeit und Männlichkeit in der (medialen) Darstellung von Kriegen. So wird ausgehend von Titelbildern in Zeitungen der US-Angriff auf Afghanistan sowie die damit verbundene Legitimation von Krieg als Einsatz für Frauenrechte analysiert. Umgekehrt beschäftigt sich ein Beitrag mit den zu Helden stilisierten Helfern nach dem 11. September 2001 in New York, als die Feuerwehr eine typisch männliche Rolle einnahm. Auch wird die Frage behandelt, ob Krieg ein "typisch männliches" Konfliktlösungsmodell darstellt und wie sich Männlichkeitsrollen während und nach Kriegen unterscheiden - was etwa am Beispiel des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit verdeutlicht wird. Weiters wird die Rolle der Religionen bei der Entstehung und der medialen Vermittlung sowie in der Aufarbeitung bzw. Rechtfertigung von Kriegen untersucht.
Schließlich arbeiten die AutorInnen auch an der Frage nach dem Stellenwert und den friedenspolitischen Chancen feministischer Friedensarbeit und kritischer Friedensforschung in Geschichte und Gegenwart. Es geht dabei um theoretische Modelle zur Gewaltbereitschaft in Gesellschaften sowie um mögliche Lösungen, die in der Vernetzung von Friedensorganisationen gesehen werden.

Die Herausgeberinnen:
Elisabeth Anker ist seit 1998 Universitätsassistentin im Fach Religionspädagogik am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg.
Silvia Arzt lehrt seit 1993 Religionspädagogik am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg.
Kirstin Eckstein, Studium der Erziehungswissenschaft in Salzburg, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im gendup - Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Salzburg.
Julia Neissl studierte Deutsche Philologie und Geschichte an der Universität Salzburg, seit 2001 Leiterin des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Salzburg.

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