Obid, Vida/Messner, Mirko/Leben, Andrej - HAIDERS EXERZIERFELD
Kärntens SlowenInnen in der deutschen Volksgemeinschaft
Die Zeitschrift "International": "Gerade angesichts der aktuellen politischen Ereignisse ist dieses Buch äußerst empfehlenswert. Es bietet wichtige Gegeninformationen, die zum Verständnis der Situation in Kärnten aber auch in ganz Österreich unabdingbar ist."
Die Zeitschrift "Planet" im März 2002: "Neben seiner aktuellen Relevanz ist das Buch gleichzeitig ein ideales Kompendium der Geschichte der Kärntner SlowenInnen und der österreichischen Nationalitätenpolitik von der Monarchie bis zum heutigen Tag."
Die Zeitschrift "asylkoordination" im Heft 1-02: Neben seiner aktuellen Relevanz ist das Buch gleichzeitig ein ideales Kompendium der Geschichte der Kärntner SlowenInnen und der österreichischen Nationalitätenpolitik von der Monarchie bis zum heutigen Tag."
Der "Standard" am 7.2.2002: "Der angeschlagene nüchterne Ton harmonisiert hervorragend mit der Absicht der Autoren, die Entwicklung historischer Strukturen nachzuzeichnen, welche jenseits der so genannten ‚Minderheitenfrage' die Machtverhältnisse in Kärnten bestimmen. Konkrete Beispiele belegen, dass der ‚nationale Kulturkampf' durchaus keine geschichtliche Reminiszenz , sondern alltägliche Realität ist ..."
Das "Format" am 4.2.2002: "Ein ernüchterndes Bild der Lebenssituation der slowenischen Minderheit zeichnet das neue Buch ‚Haiders Exerzierfeld. Kärntens SlowenInnen in der deutschen Volksgemeinschaft'. Die drei slowenischsprachigen Autoren ... konstatieren einen beständigen Rückgang der Sprachkompetenz der Minderheit ..."
Die "Kärntner Tageszeitung" am 2.2.2002: "... die drei Autoren wollen in ihrer Studie erklären, warum es in Kärnten immer wieder zu anachronistischen Auseinandersetzungen ‚Deutsche' gegen ‚Slowenen' kommt."
Die "Kleine Zeitung" am 2.2.2002: "Neues Buch über Volksgruppe übt Kritik in den eigenen Reihen."
Die "Volksstimme" am 31.1.2002: "... versuchen mit dem vorliegenden Werk ein Hand- und Lesebuch vorzulegen, das alle bedeutenden Dimensionen der Fragestellung behandelt und die gegenwärtige Situation auf Basis einer materialistischen Geschichtsauffassung zu erklären versucht. Dieses Vorhaben ist auf überzeugende Weise gelungen. Mehr noch, der Arbeit kommt in ihrer Dichte und Komplexität der Rang einer Pionierleistung zu."
ISBN 3-85371-174-X, 168 Seiten, br., Euro 13,90; sFr 25,40
Kärntens FPÖ versucht, sich in der sogenannten "Minderheitenfrage" durch vermeintliche Zugeständnisse an kooperationswillige Slowenenvertreter den Rücken freizuhalten. Aus der Projektionsfläche für nationalistische Aggression, die maßgeblich zum extraordinären Aufschwung der FPÖ in Kärnten beigetragen hat, wurde die "Minderheitenfrage" damit zur taktischen Variablen. Doch die politischen Korrumpierungsbemühungen haben einen Haken: die deutschnationale Politik bleibt davon unberührt.
Seit dem Sieg der FPÖ bei den Kärntner Landtagswahlen 1999 sorgen die politischen Vertreter der Kärntner SlowenInnen für Verwunderung. Schon ihre Reaktion auf die Wahl Jörg Haiders zum Landeshauptmann war von Zurückhaltung gekennzeichnet. Als die internationale Öffentlichkeit die sich abzeichnende Regierungskoalition von ÖVP und FPÖ kritisierte und die EU-14 auf diplomatischer Ebene Sanktionen gegen die neue österreichische Bundesregierung verhängten, schüttelten Slowenenvertreter Haider die Hand und handelten mit der Landesregierung einen Schulkompromiß aus, der den Beginn der Abschaffung der zweisprachigen Volksschulen in Kärnten bedeuten könnte.
Die politische Elite der Kärntner SlowenInnen ist so schwach, daß die FPÖ sie als Beweis für ihre Konsenspolitik mißbrauchen kann. Die Minderheitenvertreter stehen mit dem Rücken zur Wand. Sie tragen die Verantwortung für das Überleben der slowenischen Organisationsstrukturen, sind aber von der Bundesregierung finanziell abhängig, die alljährlich die Höhe der Minderheitenförderung festlegt und die Mittel auf Vorschlag des Volksgruppenbeirats für die slowenische Minderheit beim Bundeskanzleramt ausschüttet.
Vom kolportierten vorbildlichen Minderheitenschutz kann keine Rede sein. Die Kritik am nationalen Kurs der FPÖ wird in der slowenischen Community leiser. Mit dem vorliegenden Buch soll ihr wieder Gehör verschafft werden.
Die AutorInnen:
Vida Obid, geboren 1950 in Deinsdorf/Dominca vas (Kärnten). Studierte
Slawistik und Germanistik an der Universität Wien. Derzeit Mitarbeiterin
des Slowenischen wissenschaftlichen Instituts in Klagenfurt/Celovec. Kulturarbeiterin
und Publizistin.
Andrej Leben, geboren 1966 in Bleiburg/Pliberk (Kärnten). Studierte
Slawistik und Volkskunde in Wien, Ljubljana und Prag. Derzeit Lektor an
der Universität Wien.
Mirko Messner, geboren 1948 in Slovenj Gradec (Jugoslawien). Studierte
Slawistik und Germanistik an der Universität Wien, derzeit Geschäftsführer
des Interkulturellen Centers Volkshaus/Ljudski dom in Klagenfurt/Celovec.

