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Petrik, Dine - JENSEITS VON ANATOLIEN

Eine Reise ins Oströmische Reich

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Die "Wiener Zeitung" vom 7.7.03: "'Ex oriente lux' überstrahlt gewissermaßen als Hauptmotiv Petriks Leben und weist ihr, Grenzen und Gedankenflug überquerend, den Weg in ein tieferes Verständnis der Zeit-Verhältnisse, das heißt der Zusammenhänge zwischen Geschichte und Gegenwart."

Die Literaturzeitschrift "Podium" Nr. 127/128 im April 2003: "Da ‚Sachbücher' selten literarische Qualität aufweisen, dieses Buch aber sowohl sein ‚Sachpublikum' anspricht als auch das literarisch interessierte, hat Petrik (...) mit Promedia genau den passenden Verlag gefunden. Dort erscheinen ja neben literarischen Titel vor allem die historischen Frauenfahrten-Reihe und Bücher mit aktuellen Ost-Schwerpunktthemen."

Die "Salzburger Nachrichten" am 1.2.2003: "Auf die immer wieder stattfindenden Ausschreitungen gegen die kurdische Bevölkerung anspielend, fragt Dine Petrik in ihrer Erzählung ‚Jenseits von Anatolien', ob das Fremde etwas sei, das durch Repression und Ignoranz beherrschbar werde. Dieser zentralen Frage versucht die Autorin historische Ereignisse und Entwicklungen entgegenzusetzen."

Der "Standard" am 21.12.2002: "... einen Reisebericht vorzulegen, der Fremdes vertraut bzw. nachempfindbar macht und neben dem sachlichen Erzählen auch lyrischen Passagen breiten Raum gibt."

Die "Stimme von und für Minderheiten" Nr. 45/ 2002: "Petriks Buch ist nicht nur eine Bestandsaufnahme über das sogenannte Schicksal der Kurden, es ist auch ein methodisch faszinierender Versuch, mit großen Problemen halbwegs in humanen Maßstäben zurechtzukommen."

Die Zeitschrift "Weiberdiwan" im Herbst 2002: "Dine Petrik wandert durch die Geschichte, hebt einen Stein auf und macht ihn zum Beginn einer Erzählung, fällt über einen Stein und von einem Staunen ins andere. Ihre Reise ins ‚Oströmische Reich' führt sie von Anatolien nach Mesopotamien, über alte Handelswege ins heutige Istanbul."

"Literatur und Kritik" im September 2002: "Dine Petriks Texte - Hybride aus Essay und Reisebericht - kreisen höchst anregend um eine alte und noch immer aktuelle Frage: jene, was das Fremde sei. Dies geschieht freilich nicht abstrakt und ahistorisch, es geschieht im Entdecken, das sich im Reisen und Nachlesen vollzieht. (...) Zusammenfassend ist mit 'Jenseits von Anatolien' ein Buch anzuempfehlen, das sich durch vielerlei auszeichnet - vor allem aber durch Neugierde. Diese, so wünscht man sich, möge ansteckend sein. Sie ist eine von vielen Qualitäten, die unter anderem schon Petriks Bemühungen um Hertha Kräftner so wertvoll machten."

Die "Neue Zürcher Zeitung" am 28.9.2002: "Mehr als dreimal gen Osten hat sich die österreichische Autorin Dine Petrik verneigt, um ihre grosse Reise ins Weichbild des Seldschuken-Reiches vorzubereiten. (...) Was sich als spannende Kulturgeschichte und brisanter Reisebericht ankündigen mag, erweist sich allerdings rasch als Zumutung."

"www.literaturhaus.at" am 25.9.2002: "Petrik legt einen Reisebericht vor, der mehr ist als Fakten-Bericht: ein Text, der sich um Poetik bemüht, Lakonismus nicht scheut und auch sachlichem Erzählen breiten Raum gibt."

"Die Presse" am 21.9.2002: "Trotz der ineinander geschobenen Stile - manchmal fast abgehackte Ereignisbeschreibungen, dann wieder lyrische, auch elegische Partien - bleibt dieses Buch ein Versuch der Orientierung: im Einholen des Fremden in eine Begegnung mit dem Eigenen."

Die Zeitschrift "sic" im September 2002: "In ihren Betrachtungen versäumt Dine Petrik es auch nicht, Bezüge zu der von ihr selbst erlebten Geschichte herzustellen, ihre Motivation zur Überwindung der burgenländischen Dorfstrukturen ihrer Kindheit, die ihr die Luft abschnitten, zu ergründen, über alte und neue Grenzen in Europa zu schreiben."

Der "Literatur-Report" Nr. 4-II/2002: "Tiefgehend und leicht wird hier erzählt, von einem (historischen) Kulturkreis zum nächsten, von einem Zusammenhang zum anderen."

ISBN 3-85371-189-8, br., 190 Seiten, Euro 17,90, sFr. 31,50

Dieses Buch führt von Anatolien nach Mesopotamien. Urheimaten werden gesucht, sumerische Kulturen aufgespürt, den Anfängen der Schrift wird nachgegangen. Aber auch um den Verlust der Sprache geht es.

Die Autorin folgt alten Handelswegen von der Römerstraße zur Seidenstraße, von Armenien nach Ägypten, sie umkreist das Oströmische Reich, dem die Seldschuken die Vorherrschaft abnahmen, hebt Steine auf und erzählt deren Geschichten; reale aus Tausendundeinernacht, Geschichten des Krieges. Sie markiert mit Jahreszahlen, um nicht vom Weg abzukommen. Dieser ist oftmals unterbrochen, doch finden sich Übergänge. Es gibt keinen Stillstand zwischen dem heimatlichen Steinfeld und dem kaukasischen Kettengebirge, nichts trennt den Okzident vom Orient.

Kein Unterschied besteht zwischen dem Sand von Alara Han und dem häuslichen, in dem ebenfalls Maulbeerbäume blühen, und keiner zwischen dem Schmerz eines Kindes in Kleinasien und hier in Zentraleuropa. Die Autorin schaut über den Zaun der Kindheit und will weg, hinein in eine andere Herkunft. Das abzulehnende Fremde entdeckt sie als Wert, den sie sich anzueignen versucht. Sie steigt durch das von den Türken zur Steppe zertretene Pannonien. Sie stoppt, um mit drei Hunnen ein Gespräch zu führen. Auf Eridu liegt ihr eine ganze Bibliothek zu Füßen - und Kriegsmüll vom letzten Golfkrieg. Tiefgehend und leicht wird hier erzählt, von einem (historischen) Kulturkreis zum nächsten, von einem Zusammenhang zum anderen. Steht am Ende das oströmische Konya?

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