Schmölzer, Hilde - ROSA MAYREDER
Ein Leben zwischen Utopie und Wirklichkeit. Eine Biografie
Die "Freiburger Universitätsblätter" im Heft 4/2004: "Eine wissenschaftlich fundierte und glaubwürdige Biographie dieser so wichtigen Persönlichkeit Rosa Mayreder steht also nach wie vor aus."
Die "Welt der Frau" Nr. 7-8/2004: "Zu den großen Figuren der österreichischen Frauenbewegung zählt die Schriftstellerin Rosa Mayreder. Wie die Wiener Wirtstochter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Frauenrechtlerin wurde, erzählt Hilde Schmölzer detailreich und in die Zeitgeschichte eingebunden. In Mayreder spiegelt sich der Zwiespalt bürgerlicher Frauen zwischen ihren fortschrittlichen Ideen und ihrer tatsächlichen Lebensform."
Die Programmzeitschrift "Goldblatt" Nr. 05/03: "Ein engagiertes, facettenreiches Leben zwischen Utopie und Wirklichkeit." Die Zeitschrift "sic" im April 2003: "Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch, das nicht nur Mayreder-Kennerinnen anspricht, sondern das auch Lust auf die Lektüre von Rosa Mayeders Texten macht."
"Die Presse" am 25./26.1.2003: "Tatsächlich
führte Österreichs bekannteste Frauenrechtlerin mehr ein Leben nach bürgerlichen
als nach feministischen Moralvorstellungen. Diesem Aspekt widmete die
Biographin Hilde Schmölzer besondere Beachtung und wertete dazu unveröffentlichte
Tagebuchnotizen und Briefe aus."
Die Zeitschrift "AUF" Nr. 118: "Das Buch von Hilde Schmölzer
erzählt (auch) von Rosa Mayreders Mitstreiterinnen (...) Sie beschreibt
ihre Arbeits- und Lebensweise, ihre Beziehungen mit Frauen und Frauenbewegungen
und ihre Konflikte mit ihnen, aber auch jenen mit Karl Kraus in der Frage
der Prostitution - und malt uns so das vielfältige Bild einer großen feministischen
Vordenkerin in ihrer Konsequenz und in ihrer Widersprüchlichkeit in einem
historisch überaus spannenden Zeitabschnitt. Bleibt nur die Empfehlung:
unbedingt lesen."
Der "Standard" vom 20.12.2002: "Hilde Schmölzer, als Journalistin
und Autorin mit Frauenforschungen und Frauengeschichten einer breiten
Öffentlichkeit bekannt, zeichnet in der vorliegenden Biographie ein vielschichtiges
Bild der Mayreder, die ein Widerspruch in sich war."
Die "Wiener Zeitung" am 16.12.2002: "Man kann es kaum glauben, aber die jetzt von Hilde Schmölzer verfasste und im Promedia Verlag herausgebrachte Biografie von Rosa Mayreder (1858-1938) ist die erste über eine der bekanntesten Vertreterinnen der ersten österreichischen Frauenbewegung um die Jahrhundertwende. ‚Rosa Mayreder. Ein Leben zwischen Utopie und Wirklichkeit' hat Schmölzer ihr mit viel gesellschaftpolitischem und kulturhistorischem Wissen angereichertes Werk genannt. Mehr als 4000 Tagebuchseiten und Briefe - alles in Kurrentschrift - der Schriftstellerin und Feministin hat Schmölzer durchgearbeitet und Mayreders Werke ihrem Leben gegenübergestellt."
Die Rezensionszeitschrift "Weiberdiwan" Nr. 11a/02: "Die Journalistin Hilde Schmölzer schließt daher mit ihrer umfangreichen Arbeit über Rosa Mayreders Leben eine Lücke. Sie hat dafür nicht nur die Autobiographie Mayreders verwendet, sondern auch eine Vielzahl von unveröffentlichten Materialien und Korrespondenzen aus dem Nachlass durchgesehen. Ihre detailreiche und gut lesbare Biographie gibt Einblick in die Ambivalenz und Widersprüche von Mayreders intellektuellem und persönlichem Leben."
ISBN 3-85371-196-0, franz.br., bebildert, 304 Seiten, Euro 21,90, sFr.
37,20
Edition Spuren
Rosa Mayreder (1858 - 1938) ist die bekannteste Vetreterin der ersten österreichischen Frauenbewegung und eine der bedeutendsten Essayistinnen der Zeitenwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Sie hat nicht nur als führendes Mitglied im "Allgemeinen österreichischen Frauenverein" gearbeitet und feministische Essays verfasst, die heute noch durch ihre scharfsinnige Analyse bestechen, sondern auch Romane, Erzählungen, Gedichte und das Libretto zu Hugo Wolfs einziger Oper "Der Corregidor" geschrieben. Außerdem nahm sie als anerkannte Malerin an Ausstellungen im In- und Ausland teil.
Noch bevor Frauen der Zutritt zu den Universitäten gestattet war, hat sich Rosa Mayreder ihr umfangreiches Wissen im Selbststudium angeeignet. Auch war sie nicht nur mit weiteren Pionierinnen der Frauenbewegung wie Marie Lang und Auguste Fickert, sondern auch mit bedeutenden Persönlichkeiten des Wiener Kultur-und Geisteslebens, wie etwa Fritz Eckstein, Rudolf Steiner, Hugo Wolf und Rudolf Goldscheid befreundet.
In Mayreders Wirken vermengen sich progressive und konservative Aspekte, wobei die konservativen in ihren späteren Lebensjahren unter dem Einfluss des aufkommenden Faschismus ein Übergewicht gewannen. Sie litt unter diesem Zwiespalt, am Festhalten an bürgerlichen Moralvorstellungen einerseits und ihren sehr viel weiter reichenden feministischen Utopien andererseits.
Hilde Schmölzer versteht es in dieser - übrigens ersten - Mayreder-Biographie unter Heranziehung noch unveröffentlichter Tagebuchnotizen, Briefe und Texte, den ganzen Menschen Rosa Mayreder zu erfassen, so wie er aus der Gegenüberstellung seiner Werke und seines Lebens sichtbar wird.
Mayreder gehörte nicht zu den verfemten Feministinnen ihrer Zeit. Ihr bürgerlicher gesellschaftlicher Hintergrund, die teilweise Akzeptanz einer bürgerlichen Moral ließen ihre oft radikalen feministischen Utopien erträglich erscheinen und sicherten ihr bereits zu Lebzeiten einen Ehrenplatz in der Gesellschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet sie, so wie alle Frauen der ersten Frauenbewegung, in Vergessenheit. Wiederentdeckt wurde sie erst in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ihr Bild zierte die letzte österreichischen Fünfhundert-Schilling-Banknote.
Die Autorin: Hilde Schmölzer, 1937 in Linz geboren, besuchte eine zweijährige Staatslehranstalt für Fotografie in München. 1966 promovierte sie in Kunstgeschichte und Publizistik an der Universität Wien. Etwa 25 Jahre freiberufliche Journalistin und Fotografin für in-und ausländische Zeitungen und Zeitschriften, Arbeit beim ORF. Ein halbes Jahr Aufenthalt in Indien. Seit 1990 ausschließlich als Autorin tätig. Schwerpunkt Frauengeschichte. Ihre Bücher "Phänomen Hexe" (1986), "Die verlorene Geschichte der Frau" (1990) und "Revolte der Frauen" (1999) waren Bestseller. Ab 1992 Vorstandsmitglied des PEN, im Frühjahr 2000 wegen politischer Differenzen ausgeschieden. Ab 2001 Mitglied der Grazer Autorenvereinigung. Mitinitiatorin des österreichischen Frauenvolksbegehrens.


