Schwendter, Rolf - ARME ESSEN, REICHE SPEISEN
Neuere Sozialgeschichte der zentraleuropäischen Gastronomie
Die "Kleine Zeitung" am 13.10.1995: "Ein Entwicklungsphilosoph beschreibt als Küchenmeister die Geschichte der Gastronomie."
Die "Frankfurter Rundschau" am 14.9.1996: "Stur gegen jeden Zeitgeist hält Schwendter an marxistischen Kategorien der Gesellschaftsanalyse genauso fest wie an einigen Errungenschaften der fetten böhmischen oder galizischen Küche. (...) Für alle, die gerne gut essen, aber dabei nicht auf intellektuelle Aufklärung über die Geschichte der Küche verzichten wollen, ist 'der Schwendter' Pflichtlektüre."
ISBN 3-900478-89-9, 248 Seiten, br., Euro 17,90; sFr 32,50
Der bekannte Wiener Entwicklungsphilosoph und Soziologe als Koch. Unter Freunden ist Rolf Schwendter wegen seiner regelmäßig stattfindenden Jours fixes längst als Küchenmeister geschätzt. Nun hat er eine Sozialgeschichte des Essens geschrieben. Regional- und klassenspezifische Aspekte stehen dabei im Mittelpunkt.Von der provinziellen Armenküche des 19. Jahrhunderts bis zur postmodernen städtischen Gastronomie der 1990er Jahre reichen seine Untersuchungen. Der Autor spürt den geografischen Eßgewohnheiten zwischen den deutschen Regionen im Norden bis zur Toscana im Süden, von Galizien und Ungarn im Osten bis zu den westlichen Alpenländern nach. Der böhmischen Küche widmet Schwendter dabei besondere Aufmerksamkeit.
Der Autor: Rolf Schwendter, geboren 1939, wuchs in Wien auf. Hier studierte er Theaterwissenschaften, Jus, Soziologie und Theologie. An der Fachhochschule Kassel hat der als unkonventioneller Denker bekannte Schwendter einen Lehrstuhl für Devianzforschung inne. Berühmt ist sein erstmals 1971 erschienenes Werk "Theorie der Subkultur" geworden. Neben seinem Wirken als Philosoph machte sich Schwendter als Literat, Musiker, Schauspieler und Koch einen Namen.


