Promedia Verlag
Wickenburggasse 5/12, A-1080 Wien
Tel: +43 1 405 27 02 | Fax: +43/1/405 27 02-22
e-mail: promedia@mediashop.at

Shamir, Israel - BLUMEN AUS GALILÄA - vergriffen

Schriften gegen die Zerstörung des Heiligen Landes

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Ludwig Watzal im "Freitag" vom 3.6.2005: "Sehr freimütig schreibt Shamir auch über die brutale Gewalt der Siedler. Indem sie das Land zerstören, ?bereiten sie sich ihr eigenen neues Exil'. (...) Zu Recht behauptet der Autor, dass die westliche Welt ?ein getrübtes Bild der Geschehnisse im Mittleren Osten' habe. Israelis begehen ?terroristische Taten an Palästinensern, doch die Bezeichnung Palästinenser ist heute ein Synonym für Terrorismus geworden.' (...) Das Buch ist eine freimütige Darstellung Israels und seiner Politik, die viele so nicht sehen und wahrhaben wollen."

Die "Zeitung für antirassistische und antifaschistische Politik in Schleswig-Holstein" in der Ausgabe 23/2005: "...wer Vergleiche zieht zwischen dem Völkermord an den Juden und dem Vorgehen des israelischen Militärs, der übt keine Kritik aus, sondern ist antisemitisch, auch dann wenn es sich als ?Antizionist' deklariert. (...) Der Prototyp eines solchen ?Antizionisten' ist der unter dem Namen Israel Shamir bekannt gewordene Antisemit. (...) Die von Edlinger behaupteten "Perspektiven eines demokratischen und friedlichen Zusammenlebens der beiden Völker' werden mit solchen Veröffentlichungen sicher nicht aufgezeigt. Aber es ist ja geradezu ein Charakteristikum des ?neuen' Antisemitismus, dass es sich hinter wohltönenden Begriffen wie Frieden und Demokratie verschanzt."

Werner Pirker in der Zeitung "Junge Welt" vom 27.6.2005: "Seinem stark idealisierten Bild von Palästina als organisch gewachsene Einheit von gesellschaftlicher Realität und Spiritualität stellt der Autor die zionistische Landnahme als eine Raserei der Abstraktion gegenüber. ?Der jüdische Staat ist ein virtueller Staat', schreibt er. Das zionistische Experiment sei praktisch kollabiert. Es könne noch viele Jahre künstlich beatmet dahinvegetieren und seine Spur der Vernichtung ziehen. Aber es wird im Hegelschen Sinn nicht sein, weil es nicht wirklich ist."

Die Zeitschrift "Konkret" im Oktober 2005: "Auf Büchertischen im Nahen Osten wird man dieses großartige Buch aus dem Wiener Promedia Verlag wohl bald neben den Protokollen der Weisen von Zion und Mein Kampf finden."

Israel Shamir Galiläa

ISBN 3-85371-231-2, br., 216 Seiten, Euro 17,90, sFr 30,80
Herausgegeben von Fritz Edlinger, aus dem Englischen übersetzt von Eva Hirschmugl VERGRIFFEN

Eine jüdische Geschichte erzählt von einem stummen Kind, das trotz intensiver ärztlicher Bemühungen niemals ein Wort sprach. Eines Tages, im fortgeschrittenen Alter von 10 Jahren, ließ es bei Tisch plötzlich seinen Löffel fallen und rief: "Die Suppe ist zu salzig!" Die Eltern fragten ihr Kind erstaunt, warum es all die Jahre geschwiegen hatte und es antwortete: "Bis jetzt war immer alles in Ordnung."

Mit dieser Anekdote erklärt Israel Shamir sein plötzliches Auftauchen in den politischen Medien Westeuropas. Der russisch-israelische Intellektuelle, Autor, Übersetzer und Journalist war bei seinen russischen Lesern schon lange bekannt. In englischer Sprache begann er erst zu schreiben, als im Januar 2001 israelische Angriffe auf Palästinenser ihn dazu zwangen, sich politisch einzumischen. Seine Artikel erschienen auf Internetseiten weltweit, wurden in zahlreichen Zeitungen und Magazinen abgedruckt und in Buchform in mehrere Sprachen übersetzt.

Inmitten der endlosen Verhandlungen um die Grenzziehungen zweier Staaten vertritt Israel Shamir - ähnlich wie es Edward Said tat - die Einstaaten-Lösung für ganz Palästina/Israel. "Blumen aus Galiläa" ist eine Sammlung von Essays, in denen sich Israel Shamir nicht nur für die Befreiung Palästinas ausspricht, sondern auch für ein weiter gefasstes Ziel einsetzt: die Befreiung des öffentlichen Diskurses.

Israel Shamir lädt uns ein zu einem Streifzug durch seine Wahlheimat und schenkt uns Einblick in deren Geschichte. Mit seinem bissig-literarischen Blick auf die Geschichte Palästinas zeigt Shamir, wie der Staat Israel im wahrsten Sinne des Wortes auf den Ruinen palästinensischer Städte und Dörfer errichtet worden ist. Historische Quellen dokumentieren mehr als 400 derartige Orte innerhalb der Grenzen des heutigen Israel. Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 sieht sich das palästinensische Volk in seiner Existenz bedroht, Schritt für Schritt wird es seiner Lebensgrundlagen beraubt. Nach der Besetzung der Westbank und des Gazastreifens ist dieser Verdrängungs- und Vertreibungsprozess im eklatanten Gegensatz zu allen internationalen Normen auch auf die besetzten palästinensischen Gebiete ausgedehnt worden. Ein Volk kämpft um seine Lebensgrundlagen, aber auch um seine Geschichte, seine Kultur und seine Identität.

Der Autor: Israel Shamir, geboren 1947 in Novosibirsk, kam 1969 als Sohn jüdischer Eltern nach Israel. Er diente in der israelischen Armee in einer Fallschirmjägereinheit und kämpfte im Jom Kippur-Krieg 1973. Shamir übersetzte den Talmud, James Joyce, Homer und andere Klassiker in die russische Sprache. Shamirs umfassendes Wissen erlaubt ihm historische und intrakulturelle Querverbindungen herzustellen, die für Lesende aus dem Okzident oft etwas erfrischend Atemberaubendes haben. Als Journalist arbeitet er für das israelische Radio und für eine Reihe von Zeitungen in Israel, Russland und Japan. Seine Schriften wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, der Promedia Verlag unternimmt erstmals eine Übersetzung in die deutsche Sprache. Israel Shamir lebt in Haifa/ Israel. Er gehört zu den prominentesten jüdischen Vertretern des Konzepts eines gemeinsamen jüdisch-palästinensischen Staates.

Bookmark and Share

Zurück