Sonderegger/Grau/Englert (Hg.) – AFRIKA IM 20. JAHRHUNDERT
Geschichte und Gesellschaft
Pressestimmen:
Das "ekz-bibliotheksservice" am 16. Januar 2011: "Dieser FOlgeband von 'Afrika 1500 - 1900", beide in der verdienstvollen Reihe 'Edition Weltregionen' erschienen, widmet sich zentralen Aspekten afrikanischer Geschichte im 20. Jahrhundert ... Die Themen des mit ausführlichen Literaturangaben ausgestattenen Sammelbandes verweisen auf Schaltstellen afrikanischer Politik des 21. Jahrhunderts. Für an Globalgeschichte interessiertes Publikum und für Bibliotheken in Universitätsnähe."
ISBN 978-3-85371-338-9, br., 256 Seiten, großes Format
24,90 Euro, Edition Weltregionen
Afrika wird im vorliegenden Band als Kontinent, als Großraum gesehen, auch wenn unterschiedliche historische Formen der kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Hegemonie zu regional unterschiedlichen Entwicklungen geführt haben.
Der von Seiten des Nordens betriebenen Subregionalisierung des Kontinents – gemeint sind vor allem die Abspaltung Nordafrikas von Afrika südlich der Sahara und die gesonderte Darstellung des vermeintlich „weißen“ Südafrika – wird eine ganzheitliche Herangehensweise entgegengesetzt: Südafrika und Nordafrika werden als integrale Bestandteile eines in sich vielschichtigen Kontinents behandelt. Gerade in dem schwierigen Unterfangen, das Gemeinsame einer afrikanischen Geschichte herauszuarbeiten, ohne dabei die Vielfalt der regionalen Entwicklungsprozesse auszublenden, liegt die Bedeutung einer Einführung in die afrikanische Geschichte.
Aufgrund der räumlichen Nähe war der kontinentale Nachbar Afrika für Europa immer von besonderer Bedeutung. Die Jahrhunderte seit 1500 stellen nicht nur für Europa die „Neuzeit“ und die Ära der Entwicklung der „Moderne“ dar, auch für die Beziehungsgeschichte zwischen Europa und Afrika wurden seither Weichen gestellt, die bis in die Gegenwart hinein prägend und wirksam sind. Aufgrund dieser Weichenstellungen in der Entwicklung der europäisch-afrikanischen Beziehungen ist eine grundlegende Einführung in die Geschichte Afrikas nicht nur ein wichtiger Bestandteil der universitären Ausbildung, sondern das Wissen darüber ist auch von großer Bedeutung für eine breite Öffentlichkeit in einer europabewussten und global orientierten Gesellschaft.
Der Band „Afrika im 20. Jahrhundert“ setzt eine Arbeit fort, die 2010 unter dem Titel „Afrika 1500 – 1900“ erschienen ist. In den beiden Bänden geht es, wie der gleichbleibende Untertitel signalisiert, um „Geschichte und Gesellschaft“ Afrikas. Die zugrunde liegende Ordnungsidee ist darum weniger chronologisch als vielmehr methodisch begründet: Die verschiedenen Aspekte der Geschichte Afrikas, dargestellt in Einzelbeiträgen, werden allesamt in historisch-sozialwissenschaftlicher Perspektive betrachtet.
Die HerausgeberInnen
Arno Sonderegger ist Lehrbeauftragter für Afrikanische Geschichte und am Institut für Internationale Entwicklung an der Universität Wien tätig.
Ingeborg Grau arbeitet als Lehrbeauftragte für Afrikanische Geschichte am Institut für Afrikawissenschaften und am Institut für Internationale Entwicklung an der Universität Wien.
Birgit Englert ist Afrikawissenschafterin und lehrt am Institut
für Afrikawissenschaften und am Institut für Internationale Entwicklung
der Universität Wien. Themen ihrer Forschung sind vor allem Landrechte
und Landreformen sowie Jugendkultur und Politik. Zahlreiche
Forschungsaufenthalte in Ostafrika, vor allem in Tansania.

