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VIENNENSIA II

Nachdrucke aus dem Wiener Stadt- und Landesarchiv

Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:

Viennensia Reschauer

Herausgegeben von Ferdinand Opll und Andreas Weigl

Heinrich Reschauer
GESCHICHTE DES KAMPFES DER HANDWERKERZÜNFTE UND DER KAUFMANNSGREMIEN MIT DER ÖSTERREICHISCHEN BUREAUKRATIE
(Vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Jahre 1860), Wien 1882
Format 15x23 cm, 304 S., 70 Euro. ISBN 978-3-85371-315-0

 

 

Reschauers Darstellung der Wiener Gewerbegeschichte besticht durch ihre Nähe zu teilweise heute nicht mehr existierenden Quellen. Insofern stellt sie selbst eine wichtige Quelle  dar. Die Arbeit dokumentiert den Versuch der Zünfte, als privilegierte Teilgruppen innerhalb der einzelnen Gewerbezweige ihre partielle Monopolistenposition zu bewahren und gegen zunehmend wirtschaftliberale Tendenzen in der Wirtschaftspolitik zu verteidigen, einer Wirtschaftspolitik die jedoch auch zwischen „altem Herkommen“ und progressiveren Strömungen hin und her schwankte. Die Darstellung Reschauers endet mit der Durchsetzung der „Gewerbefreiheit“ um 1860.

 

Karl Pribram
GESCHICHTE DER ÖSTERREICHISCHEN GEWERBEPOLITIK VON 1740 - 1860
Band 1: 1740-1798, Duncker & Humblot 1907, XIX, 614 S.
Format 14x22 cm, 614 S., 90.- Euro. ISBN 978-3-85371-316-7

In den letzten Jahren der Donaumonarchie erschienen wirtschaftshistorische Pionierleistungen, die noch heute zu den unverzichtbaren Standardwerken des Faches zählen. Sie kamen zu einem erheblichen Teil aus der – trotz Carl Menger – auch in Österreich einflussreichen „Historischen Schule der Nationalökonomie“. Eine dieser Arbeiten ist Karl Pribrams „Geschichte der österreichischen Gewerbepolitik“. Die Monographie behandelt das maria-theresianische und josefinische Reformwerk auf dem Gebiet der Gewerbepolitik mit seiner Trennung in das überregional gültige „Kommerz-ialgewerbe“ und das „Polizeigewerbe“. Die Tatsache, dass Pribram die 1927 im  Justizpalastbrand vernichteten Bestände des Archivs des Ministeriums des Inneren benutzte, macht den Band über seinen bedeutenden wissenschaftlichen Beitrag hinaus zu einer unentbehrlichen Quelle und zum wertvollen Nachschlagwerk für jede wirtschaftshistorische Arbeit, die sich mit der frühen „Gewerbegeschichte“ der Habsburgermonarchie beschäftigt.

 

Alois Groppenberger von Bergenstamm
GESCHICHTE DES UNTEREN WERDS, ODER DER HEUTIGEN LEOPOLDSTADT
Wien 1812
IV, 176 S., Format 10x17 cm, 59.- Euro. ISBN 978-3-85371-311-2

Alois Groppenberger (1754 – 1821), ab 1791 Edler von Bergenstamm, war einer der für seine Zeit charakteristischen Geschichtsforscher und Sammler. Seit Jugendtagen fokussierte sich sein Interesse auf die Geschichte Wiens. Unter seinen Veröffentlichungen nehmen Studien zur Geschichte und Topographie Wiens und seiner Vorstädte  den bedeutendsten Platz ein. Dazu gehört auch die 1812 anonym veröffentlichte „Geschichte des unteren Werds, oder der heutigen Leopoldstadt“ als erste historische Darstellung dieser Vorstadt im Bereich der Donau und ihrer Arme.


WÄHRING. EIN HEIMATBUCH DES 18. WIENER GEMEINDEBEZIRKES.
Hg. von der Arbeitsgemeinschaft „Währinger Heimatkunde“. Wien 1923.
VII, 838 S., Bd. 1-3, 3 Pläne, 15x23 cm, 120.- Euro. ISBN 978-3-85371-312-9

Die Währinger Heimatkunde zählt zu den frühen Werken auf dem Felde der Lokalgeschichte, die ohne den Einfluss der Ideen der Wiener Schulreform nach dem Ersten Weltkrieg nicht entstanden wären. Im Geleitwort des Buches wird ausdrücklich betont, dass dieses Werk „… kein Schulbuch, auch kein gelehrtes Buch (ist) – es soll ein Familienbuch sein, das nicht im Bücherkasten sein Dasein verträumen will ...“


DÖBLING
Eine Heimatkunde des XIX. Bezirkes. Hg. von Döblinger Lehrern. Wien 1922
Bd. 1-3, 667 S., 15x22 cm, 115.- Euro. ISBN 978-3-85371-313-6

Die Döblinger Heimatkunde zählt zu den ersten Werken ihrer Art, die unter dem Eindruck der Ideen der Wiener Schulreform nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlicht wurden. Die „Arbeitsgemeinschaft Döblinger Lehrer“ stützte sich dabei auf ein unter der Patronanz des Bezirks bis 1917 erarbeitetes, unveröffentlichtes Manuskript des Dichters Ludwig Speta, das eine wertvolle Sammlung bildete.

 

Hans Smital
GESCHICHTE DER GROSSGEMEINDE FLORIDSDORF
umfassend die Orte Florisdorf, Jedlesee, Donaufeld und des Jedlersdorfer Fabrikgebiets, Floridsdorf 1903
X, 678 S., 1 Plan, 15x22 cm, 115.- Euro. ISBN 978-3-85371-314-3

Noch bevor auf Betreiben des Wiener Bürgermeisters Karl Lueger im Jahre 1904 die Eingemeindung nach Wien erfolgte, fand das Selbstbewusstsein der großen Gemeinde seinen beredten Ausdruck in der Publikation dieser Ortsgeschichte. Der Autor hatte seit 1888 als Leiter der hiesigen Bürgerschule gewirkt und wurde 1902 Direktor der von ihm initiierten „Jubiläumsbürgerschule“.

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