Roman, Viorel/Hofbauer, Hannes - TRANSSILVANIEN - SIEBENBÜRGEN
Begegnung der Völker am Kreuzweg der Reiche
Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:
Die "Süddeutsche Zeitung" am 4.8.1997: "Dankbar vermerkt der deutsche Leser die historische Erhellung des ungarisch-rumänischen Dauerkonfliktes, der - wie fast alles Balkanische - hierzulande zumeist auf verständnisloses Kopfschütteln stößt."
"Die Presse" vom 18.1.1997: "Viorel Roman und Hannes Hofbauer haben den am Schnittpunkt der Kulturen gelegenen Teil Rumäniens bereist und ein kompaktes Buch zur Geschichte und Gegenwart von Transsilvanien-Siebenbürgen geschrieben."
Das "Historisch-politische Buch" im 46. Jg., Hft. 1: "Ausgehend von einem plakativen Konzept einer 'Limeskultur', wo Imperium und Barbaren, Okzident und Orient zusammentrafen und noch aufeinandertreffen, scheinen sich die Autoren von der aktuellen Diskussion um den 'Kampf der Kulturen' inspiriert haben zu lassen, deren Rollen sie eindeutig verteilen: der böse Westen und der gute Osten."
Die Zeitschrift "Kultursoziologie" im Heft 2/1996: "Roman und Hofbauer haben ein nützliches und wichtiges Hand-, ein aufregendes Lesebuch vorgelegt. Eine neue, umfassende 'Geschichte Transsilvaniens-Siebenbürgens' ..."
Die "Südosteuropa-Mitteilungen" in ihrem 37. Jg., Heft 3: "Mit der hier angezeigten Darstellung Siebenbürgens wird eine neue Art der Darstellung geboten, indem drei Teile vorgelegt werden, nämlich 'Theorie', 'Geschichte' und 'Gegenwart'."
Die "Stiftung Lesen" in Ihrer Nummer 128/2001: "In sachlichem Stil und schlichter Aufmachung widmet sich dieses Buch der wechselvollen Geschichte des 'Landes hinter dem Wald' und seinen Bewohnern. Wie kam es zu jener deutschsprachigen Enklave auf dem Balkan, wo noch bis in die jüngste Vergangenheit die 'Siebenbürger Sachsen' lebten? Vieles hat sich seit der Herrschaft von Vlad Tepes, dem historischen Vorbild für die Dracula-Figur, im heutigen Rumänien gewandelt."
ISBN 3-85371-115-4, 256 Seiten, br., historische Landkarten, ausführliche
Bibliographie, Euro 17,90; sFr 32,50
Edition Brennpunkt Osteuropa
Die Rumänen nennen es nach dem alten lateinischen Namen Transilvania oder Ardeal, die Ungarn Erdely, und im deutschen Wortschatz heißt das Land zwischen Pußta und Karpatenbogen Siebenbürgen. Seit Jahrhunderten bildet es die Schnittstelle zwischen West- und Osteuropa. Ungarische, osmanische, österreichische und rumänische Interessen ließen das gebirgige Grenzland nie zur Ruhe kommen. Immer am Limes der mächtigen Imperien Roms, Wiens oder Konstantinopels gelegen, symbolisiert Transsilvanien, das "Land jenseits des Waldes", die Teilungen Europas ebenso wie die Brückenfunktion zwischen den verschiedenen Kulturen. Die innere Zerrissenheit in kleinräumige ethnische und sprachliche Insellagen, religiöse Dissonanzen und politische Spaltungen können freilich auch als Glaubensvielfalt und kultureller Reichtum gelesen und interpretiert werden.
Die Autoren begeben sich auf historische Fährtensuche, der osmanischen Epoche (1526 - 1683/99) wird breiter Raum gewidmet, die habsburgische Herrschaft (bis 1918) ausführlich und facettenreich analysiert. Der Madjarisierungspolitik nach dem österreichisch-ungarischen "Ausgleich" (1867) stellen Roman und Hofbauer die Rumänisierung nach dem Ersten Weltkrieg gegenüber, um mit der Phase der Bukarester Entwicklungsdiktatur (1945 - 1989) den historischen Teil des Buches abzuschließen. In vier aktuellen Reportagen wird das sich entlang sozialer, kirchlicher und nationaler Spaltungen ausdifferenzierende Lebensgefühl zwischen Tirgu Mures/Marosvaserhely, Cluj/Klausenburg/Kolosvar und Sibiu/Hermannstadt spürbar.
Die Autoren:
Viorel Roman ist Historiker und Ökonom. 1941 in Lovrin bei
Timisoara geboren, studierte er an der Lenin-Universität in Bukarest.
Zur Zeit lehrt er an den Universitäten Bremen, Bukarest und Chisinau/Moldawien.
Von ihm erschien unter anderem das dreibändige Werk "Rumänien im Spannungsfeld
der Großmächte" (Offenbach 1988-1991). Er lebt in Bremen und Bukarest.
Hannes Hofbauer ist Historiker und Journalist. 1955 in Wien geboren,
beschäftigt er sich seit 15 Jahren mit den gesellschaftlichen, politischen
und ökonomischen Verhältnissen in Osteuropa sowie ihren historischen Grundlagen.

