Von Werlhof/Bennholdt-Thomsen/Faraclas (Hg.) - SUBSISTENZ UND WIDERSTAND
Alternativen zur Globalisierung
David Mayer in der Zeitschrift "Umwelt und Bildung" Nr. 3a/2005: "Einem Ökokapitalismus in der Form einer ‚nachhaltigen Entwicklung' wird jedenfalls eine Absage erteilt. Nachhaltigkeit und kapitalistische Wirtschaftsdynamik seinen letztlich unvereinbar."
"Weiberwirtschaft eG" Nr. III/2004: "Das Buch ist eine wahre Schatzgrube. Neben theoretischen Abhandlungen über den Zusammenhang von Globalisierung, Umweltzerstörung und Geschlecht finden sich anschauliche und ermutigende Beispiele im Kampf gegen die weltweite Zerstörung von Ressourcen."
"Das Argument" Nr. 225/2004: "... ist das Buch nützlich, wenn man sich einen Überblick über die Anwendung von Foucaults Theorie in aktuellen Diskursen verschaffen möchte."
Das feministische Blatt "Wir Frauen" im Herbst 2004: "Fazit: Ein empfehlenswertes, spannendes Buch, das Zusammenhänge veranschaulicht und Lösungswege aufzeigt!"
Die "Zeitschrift für Politikwissenschaften"/Hamburg Nr. 2/2004: "Der Band wendet sich gegen den Irrglauben, der Prozess der Globalisierung sei eine Art höhere Gewalt und damit alternativlos hinzunehmen. Ausgehend von ökofeministischen Ansätzen werden zunächst die theoretischen Grundlagen einer Subsistenzperspektive als Alternative zum globalisierten ‚kapitalistischen Patriarchat' behandelt."
Die Zeitschrift "Sic. Forum für feministische Gangarten" im März 2004: "'Subsistenzproduktion' nennen die VertreterInnen des Bielefelder Ansatzes Maria Mies, Claudia von Werlhof und Veronika Bennholdt-Thomsen die Gesamtheit dieser ‚Tätigkeiten, die unmittelbar der Schaffung, der Wieder-Erschaffung und der Erhaltung von Leben dienen und darüber hinaus keinen weiteren Zweck verfolgen.' Im soeben erschienenen Sammelband ‚Subsistenz und Widerstand' geht es nun nicht mehr darum, für eine Sichtbarmachung, gerechtere Aufteilung oder gar Entlohnung dieser ‚Lebensproduktion' einzutreten, sondern sie als bewährte und zu bewahrende Alternative zum globalisierten, kapitalistischen Patriarchat zu präsentieren."
In der Zeitschrift "P.S., die linke Zürcher Zeitung" am 4. März 2004: "Das faszinierendstes Exempel im Praxisteil sind für mich die von Christa Müller vorgestellten ‚Internationalen Gärten" in Göttingen. 300 Frauen, Kinder und Männer aus 20 Nationen nutzen dort 12.000 Quadratkilometer Fläche für den biologischen Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern ... Fremde wurden dabei zu Nachbarn und bekamen wieder Boden unter die Füsse."
Die Zeitschrift "Publik-Forum" am 27. 2. 2004: "Neben Mexiko bringt das österreichisch-deutsch-puertoricanische Herausgeberteam Beispiele für nachhaltiges Wirtschaften aus Bangladesh, England, Melanesien und Deutschland."
Die Zeitschrift "Frauensolidarität" Nr. 86 im 4. Quartal 2003: Das Wort Subsistenz, so schreibt Veronika Bennholdt-Thomsen in ihrem Beitrag zum vorliegenden Buch, bedeutet ‚durch sich selbst existieren'. Angesichts der gängigen konzern-gesteuerten Globalisierung heißt Subsistenzorientierung unweigerlich Widerstand. Zu diesem Widerstand trugen die AutorInnen dieses Bandes Argumentationshilfen und Beispiele zusammen."
Die "AEP-Information" Nr. 4/2003: "So bietet das Buch wiederum Beispiele, die Mut machen und eigene Handlungsperspektiven eröffnen. Nicht alle Feministinnen werden mit dem ökofeministischen Hintergrund einverstanden sein, aber doch einig sein in der Schlussfolgerung, dass Globalisierung mit seinen negativen Folgen nicht unabwendbares Schicksal ist und gegen die negativen Folgen Widerstand zu leisten notwendig und unerlässlich ist. Das Buch ist inzwischen in die Tiroler Bestsellerlisten vorgedrungen ..."
"Global News" in der Nr. 4/2003: "Seit etwa zwei Jahrzehnten wird immer wieder behauptet, es gäbe keine Alternativen zur Globalisierung. Dieses Buch tritt den Gegenbeweis an. (...) Dass die Zeit für dieses Buch reif ist, hat nicht zuletzt auch der Riesenandrang zur Buchpräsentation im Oktober im Wiener WUK gezeigt."
ISBN 3-85371-205-3, 256 Seiten, 19,90 Euro, 33,90 sFr.
Aus dem Englischen von Gerhard Scholz. Erscheint im Oktober 2003 Mit Beiträgen
von Maria Mies, Claudia von Werlhof, Vandana Shiva, Gustavo Esteva, Farida
Akhter, Christa Müller u.a.
Wer an Sinn und Erfolg der Globalisierung zweifelt, bekommt oft denselben
Satz zu hören - ob belehrend oder bedauernd: "Es gibt keine Alternative."
Mit diesem scheinbar gottgegebenen Mythos räumen eine Reihe bekannter
AutorInnen auf.
Ausgehend von ökofeministischen Ansätzen geht es anfangs um theoretische
Grundlagen einer "Subsistenzperspektive" als Alternative zum globalisierten
kapitalistischen Patriarchat. Subsistenz bedeutet Orientierung auf die
reichhaltige Versorgung statt des global proklamierten Kampfs um den Profit.
Der zweite Teil analysiert Globalisierung als Form einer Kolonisierung,
gegen die weltweiter Widerstand stattfindet. Es werden Beispiele aus Indien,
Melanesien, Australien, Afrika und Kanada behandelt. In der Landwirtschaft
sind es die Agrarkonzerne, die mit Patentrechten, "Bio-Piraterie", Agrarchemie
und Genmanipulation neue Hungerkatastrophen und ökologische Verwüstung
herbeiführen. Bergbaukonzerne versuchen, das heimische kommunale Landnutzungsrecht
zu zerstören, wobei sie die Hilfe der Weltbank und des Internationalen
Währungsfonds (IWF), aber auch anderer großer Nichtregierungsorganisationen
in Anspruch nehmen. Generell werden so genannte "wilde Ressourcen" unentgeltlich
angeeignet und dem gemeinschaftlichen Gebrauch entzogen. Die koloniale
Übernahme der Kontrolle von Land, Nahrungsmitteln und Subsistenz wird
mit Korruption und Gewalt durchgesetzt.
Dem halten die AutorInnen entgegen, dass die zum Teil noch vorhandene
oder wieder aufgebaute Vielfalt indigener Produktionsmethoden und Marktzusammenhänge
eine gute lokale Versorgung gewährleistet, keine Verschuldung nach sich
zieht und ein "Wissenssystem" darstellt, das einen völlig anderen Umgang
mit Mensch und Natur beinhaltet und Herrschaftsmethoden ablehnt.
Abschließend geht es um die Verteidigung von Subsistenz in der Praxis.
Die Beispiele stammen aus Mexiko, Bangladesh, Großbritannien und Deutschland.
Graswurzel-Bewegungen versuchen, das Leben basisdemokratisch und an der
Eigenmacht der Menschen orientiert zu gestalten.
Für alle, die nicht daran glauben, dass die neoliberale Globalisierung
unser unvermeidliches Schicksal ist, bietet dieses Buch Beispiele, die
Mut machen, sowie eine solide Grundlage zur Formulierung eigener Ideen
und zum Beschreiten eigener Wege, damit die Menschen ihre Zukunft selbst
gestalten können.
Die HerausgeberInnen:
Claudia von Werlhof, 1943 in Berlin geboren, ist Professorin für Frauenforschung
am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck. Zuletzt
ist von ihr - gemeinsam mit Maria Mies - das Buch "Lizenz zum Plündern"
erschienen. Veronika Bennholdt-Thomsen, 1944 in Seefeld/ Tirol
geboren, ist Direktorin des Instituts für Theorie und Praxis der Subsistenz
in Bielefeld. Zuletzt erschien von ihr im Promedia Verlag "Das Subsistenzhandbuch".
Nicholas Faraclas, 1945 in Griechenland geboren, arbeitet an der
Universität San Juan in Puorto Rico.


