Weihsmann, Helmut - DAS ROTE WIEN
Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919 - 1934
Der „Kurier“ am 9. September 2007: „Das Standardwerk zum Thema stammt von Helmut Weihsmann. 1985 erstmals erschienen, liegt es seit 2002 neu überarbeitet auf. Das Buch informiert über Geschichte, Theorie, Architektur und beschreibt mit Fotos, Grundrissen und Karten rund 500 Bauten.“
Die "Wiener Geschichtsblätter" im 37. Jahrgang/ Heft 1 (2002): "Der vorliegende Band schärft - auch in Hinblick auf die aktuelle, zum Teil sehr problematische Entwicklung - den Blick und ist daher jedem an Wien Interessierten zu empfehlen."
Die Fachzeitschrift "derive" im Heft 9/2002: "Man muss es leider sagen: Helmut Weihsmanns Buch ist nach wie vor die einzige übersichtliche, erschwingliche kompakte und - jetzt wieder - lieferbare Darstellung zur architektonischen Tätigkeit des Roten Wien, das ja seit geraumer Zeit auch als touristischer Anziehungspunkt propagiert wird."
"www.dieUniversitaet.at" am 24.7.2002: "Helmut Weihsmann, Architekturhistoriker und Wissenschaftspublizist, beschreibt im vorliegenden Band nicht nur Geschichte, Architektur, internationale Vorbilder und Entwicklung des sozialen Wohnbaus im 'Roten Wien', sondern analysiert auch die Bau- und Wirtschaftspolitik der Gemeindeverwaltung. Der zweite und bedeutend umfangreichere Teil des Buches bietet zudem ausführliche Beschreibungen der einzelnen in dieser Zeit entstandenen Objekte, die in der Form von kommentierten Rundgängen durch die Wiener Gemeindebezirke präsentiert werden."
"Die Furche" am 9.5.2002: "Das 'Rote Wien' ist in die Jahre gekommen. Den Slogan, mit dem ein Fremdenverkehrsprospekt 1980 den Karl-Marx-Hof bewarb, hat es nicht verdient: 'Ein Kilometer Art deco.' Es sind nicht Werbetexter, sondern Steine, die noch immer für das 'Rote Wien' sprechen."
Die Zeitschrift "Architektur und Bauforum" Nr. 2/2002: "Weihsmann spürt die lokalen und internationalen Vorbilder auf, analysiert die Bau- und Wirtschaftspolitik der Gemeindeverwaltung und bewertet deren politische und architektonische Bilanz."
"Die Linke" am 31.5.2002: "Helmut Weihsmanns 'Das rote Wien' ist ein unentbehrliches Standardwerk über die 'austromarxistische Ära' Wiens in der Zwischenkriegszeit. In der zweiten, vollständig überarbeiteten Fassung dieses 1985 erstmals erschienenen Buches begibt sich Weihsmann auf die Spur des 'Roten Wien', zeigt dessen herausragende Leistungen ebenso, wie er den Widerspruch zwischen Anspruch und Realität nicht verschweigt."
Der "Kurier" am 2. Mai 2002: "Egal ob alt oder neu: Das Buch lädt zu einer spannenden Zeitreise in die Zwischenkriegszeit. Baukünstler wie Josef Frank und Josef Hoffmann, Adolf Loos und Richard Neutra prägten mit ihren Entwürfen das Wiener Stadtbild. Kompakt und präzis werden ihre Arbeiten beschrieben."
Die "Wiener Geschichtsblätter", Jg. 57/Hft 1/2002: "In Zeiten tiefgreifenden Sozialabbaus können die Leistungen des Roten Wien nicht genug an die Öffentlichkeit getragen werden. In diesem Sinn ist die überarbeitete Neuauflage des bereits 1985 erschienenen und längst vergriffenen Standardwerks zur kommunalen Architektur 1919-1934 zu begrüßen. (...) Der vorliegende Band schärft - auch in Hinblick auf die aktuelle, zum Teil sehr problematische Entwicklung - den Blick und ist daher jedem an Wien Interessierten zu empfehlen."
Die "Neue Kronen Zeitung" am 25. April 2002: "... das neu aufgelegte Standardwerk des Wiener Architekurhistorikers Helmut Weihsmann bringt uns der Stadt Wien und ihrer Architektur der Zwischenkriegszeit nahe."
Die "Kleine Zeitung" am 17.2.2002: "Ein Klassiker in erweiterter Neuauflage. Ein hoch kompetenter Führer durch 'Das Rote Wien' und eine aus heutiger Sicht beinahe unglaubliche kommunal-kulturpolitische Ära."
ISBN 3-85371-181-2, 496 Seiten, großes Format, hunderte Photos und Pläne,
Grundrisse, Stadtrundgänge, franz. br., Euro 39,90; sFr. 69
Edition Spuren
"Karl-Marx-Hof" heißt der wohl berühmteste Gemeindebau des Roten Wien. Er mißt eine Länge von 1 km und verfügt über 1382 Wohnungen, in denen über 5000 Menschen leben. Sein kantiger und langgestreckter Baukörper ist längst zu einer touristischen Attraktion und einem markanten Wahrzeichen der Donaumetropole geworden. Die Architektur des "Roten Wien" der 1920er Jahre prägt bis heute die Stadt. Über 500 Wohnanlagen, Volksbäder, Park- und Sportplätze, Arbeitsämter, Fabriken, Friedhöfe und sogar Kirchen gehen auf den kommunalen Wohnbau des Austromarxismus zurück. Sie alle finden in diesem Buch ihren Platz.
Die Bautätigkeit des "Roten Wien" versteht sich als Anti-These zur bürgerlichen Stadtplanung der Ringstraßen-Ära. Sie verkörpert sichtbar die neuen Machtverhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg. Der kommunale Wohnbau der Sozialdemokratie wird von internationalen Fachleuten als monumental, aber auch als vorbildlich für soziales Wohnen hingestellt. In den 1920er Jahren verstand es die sozialdemokratische Stadtverwaltung, ein ungeheures Bauvolumen von über 65.000 Wohnungen in Flach- und Hochbauweise zu verwirklichen. Noch beachtlicher als die Quanität jedoch war die Qualität dieser neuen Sozialwohnungen. Von konservativen Gegnern als zu klein und technisch nicht ausgereift diffamiert, fanden in dieser Zeit Hunderttausende Wiener Arbeiterfamilien erstmals eine erschwingliche Wohnung mit Balkon, Küche, Warmwasseranschluß, Bad und Toilette. Der international renommierte Architekturhistoriker Helmut Weihsmann beschreibt faktenreich Geschichte und Entwicklung dieses sozialen Wohnbaus, spürt die lokalen und internationalen Vorbilder auf, analysiert die Bau- und Wirtschaftspolitik der Gemeindeverwaltung und bewertet deren politische und architektonische Bilanz.
Das Buch besteht aus einem theoretischen und einem geschichtlichen Teil sowie einer ausführlichen Beschreibung der einzelnen Objekte. Weihsmann gliedert die Bautätigkeit in ihrer historischen Entstehungsform von den Bretteldörfern und Gartenstädten bis zu den festungsähnlichen Wohnanlagen und erklärt die damit jeweils verbundenen politischen Absichten.
Der ausführlichste Teil des großformatigen Buches ist den nach Bezirken gegliederten 23 Rundgängen gewidmet. Darin werden an die 500 Bauten mit Angaben zu Anschrift und Baujahr beschrieben, mit Fotos oder Karten und oft auch Grundrissen dargestellt. Eine ausführliche Architekten- und Baukünstlerbiographie beschließt diesen aufwendig gestalteten Band.
Ein Standardwerk für fachlich Interessierte, aber auch ein Buch, das Besuchern und Bewohnern Wiens einen besonderen Zugang zu dieser Stadt vermittelt.
Der Autor:
Helmut Weihsmann, geboren 1950, macht sich seit Jahren als Architekturhistoriker
und Wissenschaftspublizist einen Namen. Im Promedia-Verlag sind von ihm
erschienen: "Gebaute Illusionen. Architektur im Film" (1988) und "Bauen
unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs" (1999).

