Weikert, Aurelia - GENORMTES LEBEN
Bevölkerungspolitik und Eugenik
"Die Zeit im Buch" im Juni 1999: "Das Spannende und Wichtige an diesem Buch scheint mir zu sein, daß Weikert die ethische Diskussion ausdrücklich von der individuellen auf die gesellschaftliche Ebene hebt. (...) Das Buch stellt eine wertvolle Diskussionshilfe dar und ist von daher besonders Lehrerinnen und Lehrern zu empfehlen."
Der "Weiberdiwan" vom Winter 1998: "Ein höchst politisches Buch, das zum Nachdenken ermuntert und zum Handeln aufruft - national wie weltweit."
ISBN 3-85371-140-5, 208 Seiten, Euro 19,90; sFr 35,90
Edition Forschung
Künstliche Fortpflanzungstechnologien als geburtenfördernde, Verhütungsmethoden als geburtensenkende Maßnahmen - was im ersten Moment als Widerspruch erscheint, läßt sich bei genauerem Hinsehen durchaus vereinbaren. Bevölkerungspolitik als Politik zur Verhinderung oder zur Förderung von Geburten hat seit je eine "qualitative" Geschichte - gleichgültig, ob mehr oder weniger Menschen erwünscht sind. Eugenik, dieses zu Unrecht auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkte Wort, bildet die Verbindungsnaht zwischen pro- und antinataler Fortpflanzungspolitik. Der Faden dieser Naht beginnt lange vor dem "Tausendjährigen Reich" und ist noch nicht zu Ende. Die neuen Fortpflanzungstechnologien werden vom Grundsatz unserer Wirtschaft, dem Kosten-Nutzen-Prinzip, begleitet. Die Realisierung dieses Grundsatzes (vorgeburtliche Diagnostikmethoden, Todesdefinition für die Transplantationsmedizin, Sterbehilfediskussion etc.) findet längst statt.
Die Autorin: Aurelia Weikert, geboren 1960 in Wien, ist Ethnologin und Politikwissenschaftlerin. Seit 1986 profilierte sie sich zu den Themen Reproduktions- und Gentechnologie. Die Autorin zahlreicher Beiträge zur Fortpflanzungs- und Bevölkerungspolitik legt mit dem vorliegenden Buch ein kompaktes Werk zu den aktuellsten Fragen menschlicher Reproduktion vor.

