Widowitsch, Roland/Breiner, Gerlinde/Wall-Strasser, Sepp (Hg.) - IM ROULETTE DER FINANZMÄRKTE - VERGRIFFEN!
Alterssicherung in Zeiten des Neoliberalismus
Über dieses Buch schrieben und sendeten u.a.:
Die Zeitschrift "Das Argument" Nr. 250/2003: "Die Wahl zwischen einem angeblich nicht mehr finanzierbaren solidarischen Umlage- und einem vorgeblich sicheren Kapitaldeckungsmodell ist keine Frage ökonomischer Evidenz, sondern eine 'stark politisch motivierte Fragestellung'. (...) Für ein Kapitaldeckungsverfahren spricht nur, so Huffschmid, dass 'europäische Pensionsfonds in international relvanten Dimensionen aufgebaut werden' sollen."
Das Magazin "Trend" Nr. 7-8/2003: "Der totale Markt erobert soeben die Rentenversicherungssysteme der westeuropäischen Länder. Vorsorgegelder werden zum Risikokapital und Renten zum Spielgeld für Aktionäre. Die Autoren zeigen erste Ansätze von - gewerkschaftlich organisierten - Alternativen."
Die "Bücherschau" Nr. 157/2002: "Den Herausgebern ist es gelungen, einen sehr wertvollen Beitrag zur aktuellen Debatte zu leisten. Es ist zu wünschen, dass bald eine zweite Auflage erscheint, die um das Kapitel Abfertigung neu bereichert wird."
Die Zeitschrift "Öko-Invest" am 16.9.2002: "Als eine Alternative zur 'totalen Vermarktwirtschaftlichung der Altersversorgung' werden ethisch-ökologisch orientierte Fonds ins Feld geführt, bei denen Arbeitnehmer bzw. Gewerkschaften sich um stärkere Einflussnahme bemühen könnten. Im Schlusskapitel stellen sich verschiedene mit dem Thema befasste Initiativen, u.a. Attac Österreich, vor."
Die "Volksstimme" vom 11.4.2002: "Im Buch 'Im Roulette der Finanzmärkte' (...) gehen die AutorInnen der Frage nach, mit welchen Strategien das Kapital und sein politisches Personal das staatliche Rentensystem zugunsten des Kapitaldeckungsverfahrens aushöhlt; sie diskutieren dabei die Folgen dieser Kommodifizierung der Altersversorgung und die Alternativen zu ihr."
Die Zeitschrift "Falter" Nr. 15/02: "Was bedeutet es, im Neoliberalismus alt zu werden. Mit dieser Frage beschäftigt sich das neu erschienene Buch ‚Im Roulette der Finanzmärkte', für das unter anderem die Wirtschaftswissenschafter Jörg Huffschmid und Stephan Schulmeister sowie Max Deml, Chefredakteur des Informationsdienstes Öko-Invest, geschrieben haben. Private Altersvorsorge ist momentan sehr gefragt, weniger bekannt ist jedoch das Risiko, das diese Form der Vorsorge birgt. Denn mit der Verlagerung der staatlich garantierten Altersvorsorge hin zu privaten Pensionsfonds werden die Vorsorgegelder zu Risikokapital und sind von den Schwankungen auf den Finanzmärkten abhängig. Was das bedeutet (...), das können Interessierte in dem Sammelband nachlesen."
"Der Standard" am 5.4.2002: "... weil das öffentliche Umlageverfahren bei vorhandenem politischen Willen durchaus finanzierbar sei, attestiert auch Stephan Schulmeister vom Wirtschaftsforschungsinstitut anläßlich der Präsentation des Buches ‚Im Roulette der Finanzmärkte'."
ISBN 3-85371-187-1, br., 208 Seiten, Euro 17,90, sFr. 31,50 VERGRIFFEN
Mit Beiträgen von Jörg Huffschmid, Max Deml, Andreas Stefferl, Stephan
Schulmeister u.a.
Edition Forschung
Der "totale Markt" ist gerade dabei, die Rentenversicherungssysteme in den westeuropäischen Ländern zu erobern. Statt des bisherigen Umlageverfahrens, das sich auf einen solidarischen Generationenvertrag stützt, wird die Altersversorgung an Fonds- und Aktienkurse ausgeliefert und damit zum kapitalistischen Spekulationsobjekt. Im vorliegenden Band diskutieren Fachleute die Folgen dieser Kommodifizierung der Altersversorgung und etwaige Alternativen zu ihr.
In Deutschland und Österreich wird derzeit das "Drei-Säulen-Modell" forciert: staatliche Grundpension, private Pensionsvorsorge und Betriebspension. Mit der Verlagerung der staatlich garantierten Altersversorgung hin zu privaten Pensionsfonds werden allerdings die Vorsorgegelder zum Risikokapital. Die Renten mutieren somit zum Spielgeld für Aktionäre. Die Schwankungen, denen die Aktienkurse unterworfen sind, schlagen somit auf die Geldbörse der Rentnerinnen und Rentner durch. Eine Möglichkeit, aus der Opferrolle herauszuschlüpfen und das Geschehen selbst in die Hand nehmen, könnten die immer stärker werdenden "Öko- oder Sozialfonds" darstellen. Die AutorInnen setzen sich mit ersten Ansätze von - gewerkschaftlich organisierten - Alternativen zur totalen Vermarktwirtschaftlichung der Altersversorgung auseinander.
Die HerausgeberInnen:
Gerlinde Breiner, Sepp Wall-Strasser und Roland Widowitsch
arbeiten im Bildungsreferat des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB)/Oberösterreich.

